PCO-Syndrom: Ursachen, Symptome, Maßnahmen

PCO-Syndrom: Ursachen, Symptome, Maßnahmen

Beim Polyzystischen Ovarialsyndrom wird der Körper einer Frau immer männlicher. Es ist sehr belastend, wenn Haare an unerwünschten Stellen wachsen, während sie auf dem Kopf ausfallen oder Probleme wie Übergewicht entstehen. Hinzu kommen Zyklusstörungen.

Das Syndrom ist auch eine der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit. Wenn dann auch noch der unerfüllte Kinderwunsch ausbleibt, können Depressionen eine Konsequenz der anhaltenden psychischen Belastungen sein.

Auch wenn das PCO-Syndrom noch nicht vollständig erforscht ist, gibt es einige Studien, die erste Möglichkeiten zur Besserung der Symptome nahelegen.

1. Was ist das PCO-Syndrom?

Als PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovar-Syndrom) bezeichnet man eine Erkrankung, die bei Frauen im gebärfähigen Alter auftritt. Es entstehen kleine Eibläschen auf den Eierstöcken, sogenannte polyzystische Ovarien, die zu einem unerfüllten Kinderwunsch führen können. Etwa drei bis vier Prozent der Frauen weltweit sind vom PCO-Syndrom (kurz: PCOS) betroffen.

Im komplexen Hormonsystem entsteht ein Ungleichgewicht, wenn von einem Hormon zu viel oder zu wenig vorhanden ist. Beim PCO ist zu viel vom Hormon LH und zu wenig FSH vorhanden. Das führt dazu, dass die männlichen Hormone bei einer Frau erhöht ist. Dies wiederum kann dann zu einem erhöhten Östrogenspiegel führen, insbesondere, wenn viel Fettgewebe vorhanden ist. Bei PCO und steigendem Übergewicht beginnt ein Teufelskreis, dessen möglicher Austritt die Abnahme von Körperfett ist.

2. Welche PCOS-Symptome können auftreten?

Das PCO-Syndrom ist eine Hormonstörung, deren Krankheitsbild sich insbesondere durch folgende Symptome zeigt:

  • Ausbleiben des Eisprungs
  • Zyklusstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Hautunreinheiten wie Akne
  • Haarausfall
  • Zunahme an Körperbehaarung
  • Übergewicht
  • psychische Probleme
  • Depressionen

Beim Bestehen einer Schwangerschaft ist die Gefahr einer Frühgeburt zudem erheblich größer. PCOS-Patientinnen leiden sehr unter den Symptomen der Stoffwechselstörung.

3. Wie entsteht das PCO-Syndrom?

Die Ursachen zur Entstehung des PCO-Syndroms sind bisher noch nicht vollständig erforscht. Als ziemlich sicher gilt, dass ein hoher Gehalt an männlichen Geschlechtshormonen die Eierstöcke daran hindert, Hormone und Eizellen normal zu produzieren. Wie es dazu kommt, das erklärt Patric Heizmann in folgendem Video.

Es besteht zudem eine Verbindung von polyzystischen Ovarien zur Schilddrüsenerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, da beide sich gegenseitig auslösen können.

4. Maßnahmen zur Behandlung des PCO-Syndroms

Die Reduktion von Übergewicht ist die wichtigste Stellschraube, um das Hormongleichgewicht beim PCOS wiederherzustellen.

Zusätzlich können folgende Maßnahmen unterstützend helfen:

  • Sport treiben
  • Abnehmen
  • Stress reduzieren
  • Ballaststoffreich ernähren
  • Leinsamen essen
  • Darm reinigen
  • Nebennieren rehabilitieren
  • Zusätzliches Zink, Magnesium und Vitamin D aufnehmen

Wichtig: Bitte bespreche deine Maßnahmen unbedingt mit einem kompetenten Arzt!

Du kannst aber noch mehr tun. Alles, was den Östrogen-Anteil erhöht, also für eine Östrogen-Dominanz sorgt, sollte reduziert werden:

  • Pestizid-belastete Lebensmittel
  • Billigfleisch
  • diverse Medikamente
  • Mikroplastik

Die heutige Welt konfrontiert dich ständig mit östrogen-ähnlichen Stoffen. In vielen Fällen verursacht auch die Pille Probleme, da sie massiv in den Hormonhaushalt eingreift.

Und ein immer wieder deutlich erhöhter Blutzuckerspiegel sowie der daraus resultierende höhere Insulinspiegel durch Weißmehl- und gezuckerte Produkte fördert das Übergewicht und die erhöhte Östrogen-Bildung.

Als Gegenmaßnahme wäre in dem Fall eine Kohlenhydrat-moderate wie eine Fett- und Eiweiß-betonte Ernährung von Vorteil. Ballaststoffe wie viel Gemüse und frisch geschrotete Leinsamen sind auch sehr gut. Das kann helfen, länger satt zu bleiben. Es hilft auch den Darm fitter zu machen. Hier könnte eine Darmkur helfen.

Gerade ein gesunder Darm ist wichtig, wenn es um eine Normalisierung des Östrogenspiegels geht, weil ein gesunder Darm die Leber entlastet. Und genau in der Leber findet die Östrogen-Neutralisierung statt.

Fazit

Hier noch ein paar Zusatz-Tipps: Lasse dich mal auf Schwermetallbelastung, wie z. B. Quecksilber, überprüfen. Haarmineralanalysen können hier helfen. Wenn du einen Frauenarzt hast, der über den Tellerrand schaut, dann kann er einmal das Verhältnis von Östrogen zu Progesteron messen, um einen möglichen Progesteronmangel zu prüfen. Eventuell kann er mit dir experimentieren, wie Progesteron-Creme bei dir anschlägt.

Grüner Tee, Süßholzwurzel als Tee, Brennnessel-Extrakt und sogenannter Mönchspfeffer können auch helfen. Ganz einfach einzusetzen und sehr wichtig sind auch Vitamin D, Zink und Magnesium. Magnesium ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt und wirkt positiv gegen Stress. Und zu viel Stress ist bei PCOS ein ganz großes Problem.

Bitte erwarte aber keine Wunder oder sehr schnelle Resultate. Aber vielleicht helfen dir die Vorschläge und Methoden in diesem Beitrag, um deine Symptome zu lindern.

Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich für den Informationsgebrauch und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen nicht als Aufforderung einer bestimmten (Nicht-) Behandlung einer Krankheit verstanden werden.

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