Ursachen für Haarausfall und was du dagegen tun kannst

Ursachen für Haarausfall und was du dagegen tun kannst

Musst du öfter deine Haare aus dem Duschabfluss entfernen, weil dieser mittlerweile immer schneller von deinen Haaren blockiert ist? Findest du in letzter Zeit mehr Haare in deiner Bürste als sonst? Wenn ja, leidest du möglicherweise unter Haarausfall.

Fallen die Haare aus, kann das sehr beunruhigend sein und die Betroffenen stark belasten. Es ist ein häufiges Phänomen, das viele mögliche Ursachen haben kann.

In diesem Beitrag gehen wir auf die fünf typischsten Gründe für einen Haarausfall ein und zeigen dir, was du dagegen tun kannst.

1. Was ist Haarausfall?

Auf der Kopfhaut befinden sich durchschnittlich etwa 100.000 Haare, von denen ein täglicher Verlust von 60 bis 100 Haaren als normal gilt. Lösen sich über einen längeren Zeitraum eine erheblich größere Anzahl an Haaren, kann ein Haarausfall vorliegen.

Haarausfall (auch Effluvium genannt) ist eine Störung, die durch eine Unterbrechung im Zyklus der Haarproduktion des Körpers verursacht wird.

Ein diffuser Haarausfall liegt vor, wenn das Haar insgesamt lichter wird. Gehen die Haare hingegen ganz verloren und sind diese Verluste sichtbar, spricht man hingegen von einer Alopezie. Diese kann sich in kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) oder einem vollständigen Haarverlust (Alopecia areata universalis) äußern.

2. Was sind die Ursachen für einen Haarverlust?

Haarausfall ist ein vielschichtiges Thema. Neben genetischer Veranlagung gibt es auch einige andere Faktoren, die einen Haarausfall verursachen können.

Genetik

Ein erblich bedingter Haarausfall ist die häufigste Form des Haarausfalls. Bis zu 70 % aller Männer und bis zu 40 % der Frauen sind von einem genetisch bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) betroffen1. Die Haarfollikel der Betroffenen reagieren aufgrund einer genetischen Veranlagung überempfindlich auf männliche Hormone, die sogenannten Androgene. Während sich androgenetischer Haarausfall bei Frauen eher am Scheitel zeigt, ist der Haarausfall bei Männern vor allem durch die typischen Geheimratsecken gekennzeichnet.

Wenn bei dir im Verwandtenkreis Leute mit Haarausfall oder einer Glatze sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch du von erblich bedingtem Haarausfall betroffen sein könntest, leider erheblich höher.

In welchem Alter sich der vererbte Haarverlust zeigt, ist sehr unterschiedlich. Während er bei einigen Frauen und Männern im mittleren Alter einsetzt, verlieren manche bereits mit 20 oder 30 Jahren die ersten Haare.

Nährstoffmangel

Ein Mangel an verschiedenen Mineralien und Vitaminen kann zu sprödem, glanzlosem und dünnem Haar führen. Insbesondere Eisen, Zink, Vitamin D sowie B-Vitamine werden mit Störungen im Haarwachstum in Verbindung gebracht2. Auch eine Unterversorgung mit Eiweiß und essentiellen Aminosäuren kann zu einem Haarverlust führen.

Liegt der Nährstoffmangel über einen längeren Zeitraum vor, kann das zu Haarausfall führen. Sorge dafür, immer ausreichend Vitalstoffe zu dir zu nehmen, welche du über eine gesunde und ausgewogene Ernährung erhältst. Diese jeden Tag einzuhalten, kann in einigen Fällen aber auch schwierig sein. Dann kann eine gezielte Ergänzung deiner Ernährung mit Nahrungsergänzungen eine Möglichkeit darstellen, Unterversorgungen vorzubeugen. Im VitaMoment-Shop findest du alles, was du für deine Vitalstoff-Versorgung brauchst. Das Daily Protein kann dich zudem bei einer eiweißreichen Ernährung unterstützen.

Hormone

Auch ein hormonelles Ungleichgewicht kann der Auslöser für Haarausfall sein und betrifft häufig die Frau. 

Häufige Auslöser von einem Ungleichgewicht sind:

Du könntest zum Beispiel dein Hormongleichgewicht mittels eines Bluttests ermitteln.  Besonders relevant bei hormonell bedingtem Haarausfall ist das Verhältnis der Hormone Estradiol und Progesteron.

Schilddrüse

Sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion, als auch eine Schilddrüsenüberfunktion können zu krankheitsbedingtem Haarausfall führen. Bei einer Unterfunktion ist das Haar eher stumpf und brüchig. Bei einer Überfunktion ist es hingegen weich und dünn.

Lasse deine Schilddrüsenwerte am besten durch einen Bluttest bestimmen.

Medikamente

Es zeigte sich bei einer Reihe von Medikamenten, dass diese zu einem Haarausfall führen können. Hierzu gehören u.a. Medikamente zur:

  • Senkung von Blutdruck oder Blutfett
  • Blutverdünnung
  • Behandlung von neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen

Stress

Stehst du häufig unter Stress, egal ob bei der Arbeit oder im Haushalt? Dies kann ein Grund dafür sein, dass dir die Haare ausgehen. Bei dauerhaftem Stress schüttet der Körper das Hormon Cortisol aus, das unter anderem unser Haarwachstum hemmt.

3. Was hilft gegen ausfallende Haare?

Um einen Haarausfall zu behandeln, sollte zunächst das Gespräch mit einem Arzt aufgesucht und die Ursache dafür abgeklärt werden. Anhand dessen kommen mehrere Behandlungsmöglichkeiten infrage.

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Medikamenteneinnahme abklären

Liegt der Verlust deiner Haare an den Medikamenten, die du einnimmst, frage deinen Arzt nach möglichen Alternativen. Sind Erkrankungen die Ursache, müssen diese therapiert werden. Damit kann sich auch der Haarausfall wieder beruhigen.

Gesunde Ernährung

Um ein gesundes Wachstum deiner Haare zu unterstützen, achte auf eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung. Diese sollte reich an Ballaststoffen, Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien sein. Einige Nährstoffe sind an der Bildung der Haarstruktur aktiv beteiligt und können deine Haare kräftigen - ein Mangel führt zu glanzlosen Haaren oder Haarausfall. Wenn du es nicht schaffst, dich jeden Tag gesund zu ernähren, kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.

Mehr Entspannung

Wenn Stress der Grund deines Haarverlusts ist, sorge dafür, dir ausreichend Zeit für dich selbst einzuplanen. Entspannungstechniken, wie Meditation, aber auch leichte Bewegung oder Sport können beim Stressabbau helfen. Versuche außerdem, jede Nacht genug zu schlafen. Ein gesunder Schlaf fördert die Regeneration deines Körpers und Schlafmangel kann zu Haarausfall führen.

 

Wenn der Stress nachlässt, wachsen die Haare häufig wieder normal.

Therapie mit Medikamenten

Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung eines Haarausfalls mit Medikamenten. Einige Wirkstoffe können das Haarwachstum unterstützen. Lasse dich hier am besten von einem Arzt beraten.

Sei vorsichtig mit Produkten aus Drogerien oder dem Supermarkt: Viele Marken werben damit, den Haarverlust aufhalten zu können. Leider fehlen jedoch in vielen Fällen aussagekräftige Studien, die die Wirksamkeit der beworbenen Mittel belegen.

Richtige Haarpflege

Wenn du plötzlich ohne erkennbaren Grund mehr Haare verlierst, könnten deine Stylingprodukte dahinterstecken. Versuche, ob ein Wechsel von Shampoo, Haarkur und Co. Abhilfe schafft.

Mit regelmäßigen Massagen der Kopfhaut kannst du das Haarwachstum anregen. Auch zu häufiges Haarewaschen, heißes Föhnen, sehr straff gebundene Haare und ein zu raues Kopfkissen können deiner Haargesundheit schaden.

Operative Maßnahmen

Leidest du unter sehr starkem oder dauerhaftem Haarausfall, könnte eine Haartransplantation eine Option darstellen. Die Haare werden mit den Haarwurzeln dafür meist am Hinterkopf entnommen und in die kahlen Stellen am Kopf verpflanzt.

Fazit

Haarausfall ist ein sehr vielschichtiges Thema, zu dem es keine pauschale Lösung gibt. Es können viele Ursachen fuer Haarausfall infrage kommen.

Falls du unter einem Verlust der Haare leidest, dann hinterfrage, ob du irgendeine wesentliche Änderung an deinem Lebensstil oder deiner Ernährung vorgenommen hast, nach welcher sich der Haarausfall deutlich verschlimmert hat. Das könnte bereits erste Erkenntnisse liefern. Manchmal können auch schon ganz einfache Dinge wie kälteres Haare-Föhnen oder eine andere Haarbürste eine Besserung bringen.

In den allermeisten Fällen liegt die Ursache für Haarausfall jedoch in den Genen.

Findest du keine Erklärung für deinen plötzlichen Haarverlust, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dieser kann abklären, ob hinter deinem Problem ein Mangel an Nährstoffen oder eine ernsthafte Erkrankung steckt.

  • 1
    Diagnostik und Therapie von Haar- und Kopfhauterkrankungen
  • 2
    DIET AND HAIR LOSS: EFFECTS OF NUTRIENT DEFICIENCY AND SUPPLEMENT USE

Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich für den Informationsgebrauch und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen nicht als Aufforderung einer bestimmten (Nicht-) Behandlung einer Krankheit verstanden werden.

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