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Wie Neurodermitis mit deiner Darmgesundheit zusammenhängt

Geschrieben von VitaMoment Team
Aktualisiert am

Trockene Haut, Juckreiz, Rötungen und Entzündungen – als Neurodermitis-Patient kennst du diese unangenehmen Symptome mit Sicherheit. Deutschlandweit haben rund 13-15 Prozent aller Kinder schon einmal Neurodermitis gehabt. Häufig verbessern sich Symptome im Erwachsenenalter, teilweise verschwinden sie sogar ganz. Dennoch leiden schätzungsweise zwei bis vier Prozent der Erwachsenen unter der Erkrankung. Eine Therapie, die vollständige Heilung garantiert, gibt es bislang nicht.

Neurodermitis ist nach aktuellen Forschungen jedoch keine reine Hauterkrankung, sondern kann in Zusammenhang mit dem Darm stehen. Als Betroffener kann es für dich hilfreich sein, diese Zusammenhänge zu kennen. So bekommst du einen Überblick, welche Nährstoffe dir helfen können und welche weiteren Möglichkeiten du hast, der Erkrankung entgegenzuwirken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die nicht ansteckend ist. Typische Symptome sind Juckreiz, schuppige Haut und Rötungen. Aber auch Entzündungen und Ekzeme sowie Verdickungen der Haut zeigen sich. Die Symptome treten in der Regel in Schüben auf. Meist wird die Erkrankung auf der Kopfhaut, im Gesicht, in den Ellen- und Kniebeugen sowie auf den Händen und an den Handgelenken sichtbar.

Gesunde Haut weist eine Barrierefunktion auf, die bei Neurodermitis jedoch gestört ist. Ein Defizit spezieller Eiweiße führt dazu, dass die äußerste Hautschicht nicht ordnungsgemäß funktioniert. Die sogenannte Hornschicht wird nicht richtig aufgebaut und neigt zur Austrocknung. Die Haut reagiert dadurch viel schneller auf Umwelteinflüsse als gesunde Haut und zeigt das durch Juckreiz und Entzündungen.

Die Ursache von Neurodermitis ist bis heute nicht vollständig erforscht. Als Hauptursache der atopischen Erkrankung wird Vererbung genannt. Hatten deine Eltern also bereits Neurodermitis, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du auch betroffen bist. Wenn beide Elternteile Neurodermitis haben, steigt die Wahrscheinlichkeit der Vererbung. Eine Therapie, die Neurodermitis heilt, gibt es nicht. Aber du kannst der Erkrankung mit bestimmten Verhaltensweisen und einer entsprechenden Behandlung entgegenwirken und die Schübe mindern. 

Welche Faktoren begünstigen Neurodermitis?

Experten gehen davon aus, dass unterschiedliche Faktoren einen Ausbruch von Neurodermitis begünstigen. So können bestimmte Textilien, beispielsweise Wolle, klimatische Bedingungen und Umweltgifte Neurodermitis-Symptome hervorrufen. Aber auch psychische Belastungen und bestimmte Lebensmittel stehen im Verdacht, Neurodermitis-Schübe auszulösen. Weitere Faktoren sind Allergene wie Pollen oder Hausstaubmilben.

Viele Kinder leiden in ihrer Jugend und im Erwachsenenalter nicht mehr an Neurodermitis. Dennoch kann eine Erkrankung im Kindheitsalter spätere Unverträglichkeiten, Allergien und asthmatische Erkrankungen begünstigen.

Immer wieder werden auch übermäßige Hygienemaßnahmen als Ursache für Neurodermitis debattiert. Grund dafür ist die Zunahme von Neurodermitis-Erkrankungen in der westlichen Welt, insbesondere in Großstädten. Verstärkte Hygienemaßnahmen und weniger Kontakt zu Keimen, Tieren und Natur werden laut der sogenannten Hygiene-Hypothese für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Nach dieser Theorie fehlt dem Immunsystem die Aufgabe der Keimabwehr, wodurch es bereits auf harmlose Einflüsse abwehrend reagiert.

Was sollte ich bei Neurodermitis essen?

Bestimmte Nahrungsmittel begünstigen zwar Neurodermitis-Schübe, aber eine allgemeine Aussage, welche Lebensmittel du essen solltest und welche nicht, lässt sich nicht treffen. Wichtig ist, dass du dich und deinen Körper gut beobachtest. Stellst du fest, dass deine Neurodermitis-Symptome nach der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel schlimmer werden? Dann führe am besten ein Ernährungstagebuch, in dem du deine Ernährung und auftretende Symptome dokumentierst. Diese Beobachtungen helfen deinem Arzt, die passende Behandlung für dich zu finden.

Nichtsdestotrotz gibt es eine ganze Reihe an Lebensmitteln, die von Personen mit Neurodermitis besonders häufig nicht vertragen werden:

  • Kuhmilch und Milchprodukte wie Joghurt, Käse und Butter
  • Weizen
  • Nüsse und Erdnüsse
  • Schweinefleisch und Fisch
  • Obst wie Pfirsiche, Bananen und bestimmte Apfelsorten
  • Gemüse wie Tomaten, Möhren und Paprika
  • Sojabohnen und Sojaprotein
  • Eier
  • Zitrusfrüchte

Ob ein Nahrungsmittel wirklich Neurodermitis bei dir auslöst, kannst du testen, indem du das jeweilige Lebensmittel eine Woche lang von deinem Speiseplan streichst. Nimm das Lebensmittel dann erneut zu dir und beobachte, ob deine Haut typische Symptome zeigt.

Neben auslösenden Lebensmitteln gibt es auch eine Palette an Nahrungsmitteln, die viele Neurodermitis-Patienten gut vertragen:

  • Gemüse wie Brokkoli, Gurke, Mais und Spinat
  • Reis
  • Brot aus Dinkel oder Hafer
  • Obst wie Mango und Heidelbeeren
  • Saaten und Kerne wie Sonnenblumenkerne und Mandeln 

Prinzipiell solltest du dich ausgewogen, gesund und abwechslungsreich ernähren. Vermeide im Rahmen der Behandlung nur die Lebensmittel, die Neurodermitis-Schübe in deinem individuellen Fall hervorrufen.

Welche Nährstoffe helfen mir bei Neurodermitis?

Bestimmte Nährstoffe können dir helfen, Neurodermitis-Symptome abzuschwächen. Generell solltest du auf eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen achten, um einen Mangel zu vermeiden. Bist du dir nicht sicher, wie dein Nährstoffhaushalt aussieht, kannst du beim Arzt ein Blutbild anfertigen lassen. Bei Neurodermitis werden folgende Nährstoffe empfohlen:

  • Vitamin D
  • Vitamin C
  • Kalzium
  • Zink
  • Vitamin B
  • Magnesium

Vitamin D unterstützt allgemein die Funktion deines Immunsystems und hilft deinem Körper, besser mit Allergenen umzugehen. Zu einem gesunden Vitamin-D-Haushalt trägt UV-Licht bei sowie Pfifferlinge, Süßkartoffeln und fetthaltiger Fisch. Ob du Fisch gut verträgst, solltest du individuell abwägen.

Deine Haut kann in Deutschland allerdings nicht das ganze Jahr über körpereigenes Vitamin D bilden. Gründe sind vor allem die geringe Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten sowie der Einfallwinkel, der Sonne, falls sie im Winter denn mal scheint. Um das Risiko für einen Vitamin-D-Mangel zu reduzieren, solltest du dir über die Nahrungsergänzung mit einem Vitamin-D-Präparat Gedanken machen.

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Vitamin C senkt den Histamin-Spiegel in deinem Blut. Histamin begünstigt die Entstehung von Allergien und kann deswegen Neurodermitis-Symptome verschlimmern. Besonders viel Vitamin C findest du in Brokkoli, Hagebutten, Spinat und Meerrettich. Auch Kalzium kann die Ausschüttung von Histaminen im Körper verlangsamen. Kalziumquellen sind beispielsweise Sesam, Mohn, Spinat und Grünkohl.

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Eine Studie belegt, dass viele Neurodermitis-Betroffene niedrige Zinkwerte zeigen. Nach einer regelmäßigen Zinkgabe verbesserte sich nicht nur die Zinkversorgung, sondern auch der Juckreiz der Haut. Zink findest du unter anderem in Kürbiskernen, Haferflocken, Quinoa oder Zink-Kapseln.

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Da angenommen wird, dass die Darmgesundheit im Zusammenhang mit Neurodermitis steht, solltest du auf eine gesunde Darmschleimhaut achten. Vitamin B hilft, die Darmflora intakt zu halten. Du findest Vitamin B in Kohl, Pilzen, Brokkoli sowie in Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten.

Ein Magnesiummangel kann die Fettsäuren in der Haut senken, wodurch deine Haut schneller austrocknet. Juckreiz und Ekzeme sind die Folge. Für einen gesunden Magnesium-Wert sorgen viel Gemüse, Pseudogetreide, Kerne oder ein hochwertiges Magnesiumcitrat.

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Wie hängt die Hauterkrankung mit dem Darm zusammen?

Neurodermitis, das in der Fachsprache als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet wird, steht nach aktuellen Erkenntnissen in Zusammenhang mit dem Darm. Ist die Darmflora nicht intakt, wehrt das Immunsystem Krankheitserreger nicht zureichend ab. Es wird davon ausgegangen, dass dieses Ungleichgewicht Neurodermitis-Schübe begünstigen kann. Zu dieser Thematik wird aktuell noch geforscht.

Während eines Neurodermitis-Schubs kann es passieren, dass die Darmschleimhaut durchlässiger als im gesunden Zustand ist. Fremdstoffe haben so ein leichtes Spiel, in den Körper einzudringen und Entzündungen zu begünstigen. Das Immunsystem bewertet diese Fremdstoffe als Gefahr und antwortet mit einer starken Abwehrreaktion. Die Folge können Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien und Hautreaktionen wie Juckreiz oder Ekzeme sein.

Weiterhin unterscheidet ein intakter Darm zwischen guten und schlechten Bakterien. Eine geschädigte Darmflora ist nicht immer in der Lage, diese Unterscheidung korrekt vorzunehmen. Dadurch kann es passieren, dass das Immunsystem fälschlicherweise gute Bakterien abwehrt und mit einem Neurodermitis-Schub reagiert.

Wie kann ich Neurodermitis entgegenwirken?

Um möglichst symptomfrei zu leben, solltest du dich gesund und antientzündlich ernähren. Finde heraus, welche Faktoren und Lebensmittel Neurodermitis-Schübe begünstigen und meide diese, wenn möglich. Zusätzlich kannst du deine Darmflora mit fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut dabei unterstützen, gesund zu bleiben. Aber auch eine Darmkur kann zu einer intakten Darmschleimhaut beitragen und deine Neurodermitis-Schübe minimieren. Insbesondere Probiotika und Präbiotika können Neurodermitis-Symptomen vorbeugen oder diese lindern. 

Wir bieten dir beispielsweise eine 3-Phasen-Darmkur an, die deine Darmflora beruhigt, entlastet und gesund wiederaufbaut. Genau diese Darmkur konnte bereits vielen Menschen helfen, wie zum Beispiel folgender Neurodermitis-Patientin:

Nachdem sie 30 Jahre lang Neurodermitikerin war und schon viel ausprobierte hatte, konnte sie ihre Schübe mithilfe einer Darmkur endlich in den Griff bekommen.

Achte außerdem auf eine sanfte Hautpflege deiner empfindlichen Haut und versorge sie mit ausreichend Feuchtigkeit. Probiere auch hier aus, was du gut und verträgst und was eher problematisch ist. Versuche, nicht zu rauchen und setze dich, wenn möglich, keinem Tabakrauch aus. Denn auch Tabakrauch steht im Verdacht, Neurodermitis zu verschlimmern. Meide, wann immer es geht, psychischen Stress. Vielleicht helfen dir spezielle Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation. Darüber hinaus gibt es einige Herausforderungen im Berufsleben, die du besser meiden solltest. Dazu zählt der Umgang mit Säuren und aggressiven Reinigungsmitteln ebenso wie die Arbeit unter Temperaturextremen.

Fazit

Neurodermitis ist mit Symptomen wie Juckreiz, Ekzemen und trockener Haut eine unangenehme Erkrankung, für die es bislang keine Therapie gibt. Dennoch kannst du mit der passenden Behandlung gut leben, ohne das Neurodermitis deinen Alltag bestimmt.

Wichtig ist, dass du Risikofaktoren herausfindest und nach Möglichkeit meidest. Das können bestimmte Lebensmittel, aber auch Umwelteinflüsse und psychische Faktoren sein.

Neurodermitis steht nach aktuellen Erkenntnissen im Verdacht, mit der Darmgesundheit in Zusammenhang zu stehen. Achte im Zuge der Behandlung deswegen auch auf eine gesunde Darmflora und einen ausgewogenen Nährstoffhaushalt. Dabei helfen können dir eine Darmkur sowie eine nährstoffreiche und entzündungshemmende Ernährung.

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