Leaky-Gut-Syndrom: So kannst du einem durchlässigen Darm vorbeugen

Leaky-Gut-Syndrom: So kannst du einem durchlässigen Darm vorbeugen

In letzter Zeit macht dir dein Magen immer wieder zu schaffen: Völlegefühl nach dem Essen, unangenehme Blähungen und Schmerzen… Dazu kommt diese ständige Müdigkeit, die dich immer mehr davon abhält, deine gewohnte Leistung zu bringen.

Hinter solchen Beschwerden können viele Ursachen stecken, denn Entzündungen im Magen-Darm-Trakt als auch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder Magen-Darm-Erkrankungen machen sich durch sehr ähnliche Symptome bemerkbar.

Auch das Leaky-Gut-Syndrom kann sich auf die Gesundheit deines ganzen Körpers sowie deine Leistungsfähigkeit auswirken und der Auslöser für viele chronische Krankheiten sein.

In diesem Beitrag werden wir uns die Ursachen für einen durchlässigen Darm anschauen und dir Möglichkeiten aufzeigen, damit es bei dir gar nicht erst so weit kommt.

Eine gesunde Darmflora kann dir helfen, Verdauungsbeschwerden in den Griff zu bekommen und dein Immunsystem zu stärken. Mit der 3-Phasen-Darmkur von VitaMoment sanierst du in nur 30 Tagen deinen Darm und bringst deine Gesundheit wieder in Schwung.

1. Was ist das Leaky-Gut-Syndrom?

Das Leaky-Gut-Syndrom (engl. leaky gut: durchlässiger Darm) ist eine Verletzung der Barrierefunktion des Darms. Dabei ist die Durchlässigkeit der Darmwand erhöht. Dadurch können nicht nur Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien aus der Nahrung, sondern auch schädliche Substanzen, ungehindert die Darmschleimhaut durchdringen. Infolgedessen kann es zu Entzündungen und Störungen der Immunfunktion kommen.

2. Welche Symptome verursacht das Leaky-Gut-Syndrom?

Mögliche Symptome eines Leaky-Gut-Syndroms sind:

  • Müdigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Verstopfung

Leider sind diese Beschwerden ziemlich unspezifisch und treten bei vielen verschiedenen Magen- und Darmerkrankungen auf. Daher kann es für die Betroffenen ein langer Leidensweg sein, bis schlussendlich die Diagnose Leaky-Gut-Syndrom gestellt wird.

3. Was passiert beim Leaky-Gut-Syndrom?

Es gibt eine ganze Reihe an Faktoren, die dazu führen können, dass die schützende Schleimhaut des Darms geschädigt wird:

  • Falsche Ernährung
  • Stress
  • Schlechte Darmflora
  • Entzündungen im Darm
  • Drogenkonsum
  • Einnahme von Antibiotika

Wenn der Darm durch eine entzündungsfördernde Ernährung, Medikamente oder Stress permanent angegriffen wird, dann wird die Darmwand durchlässig und es öffnen sich im Magen-Darm-Trakt die sogenannten Tight Junctions1.

In einem gesunden Darm halten diese schmalen Stellen die Epithelzellen der Darmschleimhaut zusammen, sichern so die Darmbarriere für Bakterien, Allergene oder andere Nahrungsbestandteile und verhindern das Eindringen schädlicher Substanzen in den Körper. Wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, erleichtert dies den Transport schädlicher Teilchen vom Darm ins Blut.

4. Was sind die Folgen eines Leaky-Gut-Syndroms?

Die erhöhte Durchlässigkeit des Darms bewirkt, dass schädliche Stoffe in den Körper wandern, die dort eigentlich nicht hingehören. Diese Stoffe fördern Entzündungen, Allergien und Unverträglichkeiten. Gleichzeitig wird das Immunsystem aktiviert und beginnt, die schädlichen Stoffe zu bekämpfen.

Immunreaktion führt zu Erkrankungen

Auf Dauer kann das Immunsystem gute und schlechte Darmbakterien nicht mehr richtig voneinander unterscheiden:

  • Gute Darmbakterien: Stärken das Immunsystem, indem sie zum Beispiel essenzielle Vitamine und Enzyme bilden oder überflüssige Zuckermoleküle so verkapseln, dass sie über den Stuhl aus dem Körper abtransportiert werden können.
  • Schlechte Darmbakterien: Schwächen das Immunsystem, indem sie Entzündungen auslösen oder unverdauliche Ballaststoffe in kurzkettige Kohlenhydrate umwandeln, wodurch einfache Zuckermoleküle im Darm entstehen, die dein Körper in Form von Fett speichert.

Nimmt die Anzahl schlechter Darmbakterien in deinem Körper überhand, steuert dein Immunsystem dagegen. Dabei kann es passieren, dass dein Immunsystem Antikörper gegen Eiweiße anderer Organe bildet, wodurch entzündliche Autoimmunerkrankungen entstehen können. 

Um diesen externen Inhalt (Spotify) anzuzeigen, benötigen wir deine Einwilligung.

Passiert das beispielsweise bei der Schilddrüse, kann die Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis entstehen - die mit Abstand häufigste Form der Schilddrüsenentzündung und in vielen Fällen Auslöser einer Schilddrüsenunterfunktion.

Bei diesen Autoimmunerkrankungen handelt es sich um gefährliche stille Entzündungen, also Überreaktionen und Fehlreaktionen des Immunsystems, die durch falsche Ernährung, wenig Bewegung, Stress oder Medikamente ausgelöst werden. Stille Entzündungen äußern sich unterschwellig und sind meistens lange symptomlos.

Risiko für Nährstoffmangel

Bei einem undichten Darm ist die Darmschleimhaut so geschwächt, dass schlechte Bakterien ins Körperinnere gelangen. Gleichzeitig bleiben wichtige Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine an der gestörten Darmbarriere hängen, die eigentlich die Darmwand passieren sollten. Als Folge kann der Körper die aufgenommenen Nährstoffe schlechter verwerten und das Risiko für einen Nährstoffmangel steigt.

Zunahme von Unverträglichkeiten

Chronische Entzündungsprozesse im Darm können die Ursache für Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein. Durch einen Leaky Gut treten vermehrt unverdaute Nahrungsbestandteile durch die Darmbarriere, wodurch bereits bestehende Allergien sich verstärken können. Dazu kommt, dass im Darm normalerweise Enzyme zur Verstoffwechslung von Laktose oder Histamin gebildet werden. Ist diese Funktion gestört, treten vermehrt Intoleranzen gegen diese Nahrungsbestandteile auf.

Aufnahme toxischer Stoffe

Einige unserer Nahrungsmittel sind mit verschiedenen giftigen Schwermetallen oder anderen schädlichen Substanzen belastet. Im gesunden Körper werden sie normalerweise größtenteils ausgeschieden. Beim Leaky Gut kommt es jedoch zu einer verstärkten Aufnahme dieser Stoffe in den Organismus, was zu Vergiftungserscheinungen und Folgeerkrankungen führen kann.

5. Welche Lebensmittel fördern Entzündungen im Körper?

Das Leaky-Gut-Syndrom hat mehrere Ursachen. Neben Medikamenten oder Stress stellt eine entzündungsfördernde Ernährung die Hauptursache für Darmprobleme dar. Die folgenden Lebensmittel machen dem Darm besonders zu schaffen:

  • Raffinierte Kohlenhydrate und Zucker: Zuckerreiche Lebensmittel und einfache Kohlenhydrate können das Risiko für ein Leaky-Gut-Syndrom erhöhen, da sie die Ansiedlung schlechter Bakterien im Darm fördern.
  • Gluten: Wird das Eiweiß aus Weizen, Dinkel oder Roggen im Darm aufgespalten, kann die Darmschleimhaut beschädigt werden. Dadurch wird das Eindringen von Giftstoffen oder schlechten Bakterien erleichtert.
  • Industriell verarbeitete Lebensmittel: Nahrungsmittel, die mit Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, Aromen und anderen Zusatzstoffen versetzt sind, können vorteilhafte Bakterien im Darm schädigen.
  • Alkohol: Alkohol ist ein starker Reizstoff, der die Schleimhäute im Darm beschädigen kann und so zu einer stärkeren Durchlässigkeit führen kann, was das Risiko eines Leaky-Gut-Syndroms erhöhen kann.

6. Wie wird ein Leaky-Gut-Syndrom diagnostiziert?

Zur Diagnose eines Leaky-Gut-Syndroms können zwei Biomarker2 aus dem Blutserum herangezogen werden: das intestinale Fettsäurebindungsprotein I-FAB und das Protein Zonulin.

Bei Schädigungen des Darmepithels wird I-FAB in den Blutkreislauf freigesetzt und kann dort gemessen werden. Auch hohe Zonulinspiegel gelten als Marker für entzündliche Darmerkrankungen, da das Eiweiß durch bestimmte Bakterien ausgeschüttet wird. 

Lass dich hier von deinem Arzt oder deiner Ärztin beraten, welcher Marker in deinem Fall am besten geeignet ist.

7. Wie kannst du ein Leaky-Gut-Syndrom behandeln?

Durch die Behandlung deines Leaky-Gut-Syndroms kannst du Beschwerden wie Müdigkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall lindern. Eine ganzheitliche Behandlung kann helfen, schlechte Ernährungsgewohnheiten zu korrigieren, Entzündungen zu reduzieren und Beschwerden zu verringern.

Darm sanieren

Wenn du vermehrt unter Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit und unreiner Haut leidest oder ständig erkältet bist, kann der Aufbau einer gesunden Darmflora helfen. Mit unserer 3-Phasen-Darmkur sanierst du deinen Darm in nur 30 Tagen und stärkst so deine Darmgesundheit und deine Immunabwehr. Die Darmkur konnte bereits vielen Teilnehmenden bei unterschiedlichsten Beschwerden helfen, wie du hier nachlesen kannst.

Ernährungsumstellung

Eine entzündungshemmende Ernährung, die reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten ist, kann sich positiv auf deine Darmgesundheit auswirken. Zudem gibt es einige Lebensmittel, mit denen du gezielt gegen Entzündungen in deinem Körper wirken kannst:

  • Probiotische Lebensmittel (z.B. Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien, Hefen): damit förderst du die Vielfalt guter Bakterien in deinem Darm.
  • Präbiotische Lebensmittel (z.B. Flohsamenschalen, Leinsamen): regen das Wachstum und die Aktivität der guten Darmbakterien an, sorgen für ein langes Sättigungsgefühl und stimulieren die Darmbewegung.
  • Entzündungshemmende Substanzen befinden sich beispielsweise in Pflanzen wie Aloe vera und in Gewürzen wie Kurkuma und Ingwer.

Gleichzeitig solltest du, soweit möglich, entzündungsfördernde Lebensmittel vermeiden.

Stressabbau

Sowohl physischer als auch psychischer Stress kann dazu beitragen, dass die Funktion der Darmbarriere gestört3 ist. Dadurch wird die Aufnahme entzündungsfördernder Stoffe aus dem Darm verstärkt.

Um dies zu vermeiden, solltest du verschiedene Strategien für ein gutes Stressmanagement in deinen Lebensstil integrieren. Aktivitäten wie Meditation, Yoga und Atemübungen können dabei sehr hilfreich sein.

Bewegung

Regelmäßige körperliche Aktivität ist eine wirksame Möglichkeit, den Zustand des Leaky-Gut-Syndroms zu verbessern. Bewegung unterstützt deinen Stoffwechsel und verbessert die Verdauung. Ob lange Spaziergänge, Nordic Walking, Yoga oder Kraftsport - probiere doch mal aus, was dir persönlich am meisten Spaß macht. 

Fazit

Das Leaky-Gut-Syndrom bedeutet eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. So gelangen schädliche Stoffe in deinen Blutkreislauf, während die Aufnahme wichtiger Nährstoffe gestört ist. Die Folge können Verdauungsbeschwerden, ein geschwächtes Immunsystem, Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Autoimmunerkrankungen sein. 

Um Entzündungen in deinem Körper zu reduzieren und so unangenehme Beschwerden zu lindern, ist der Aufbau einer gesunden Darmflora wichtig. Einige Lebensmittel weisen entzündungshemmende Eigenschaften auf, während andere Entzündungen in deinem Körper fördern. Eine Ernährungsumstellung kann dir helfen, deinen Speiseplan gesünder zu gestalten.

Unsere Darmkur unterstützt dich beim Aufbau einer gesunden Darmflora und stärkt dein Immunsystem. So sagst du lästigen Verdauungsbeschwerden den Kampf an und fühlst dich wieder rundum besser.

  • 1
    Zonulin - ein Marker der Darmpermeabilität
  • 2
    Serummarker zum Nachweis einer gestörten Darmbarriere
  • 3
    Stress and intestinal barrier function

Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich für den Informationsgebrauch und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen nicht als Aufforderung einer bestimmten (Nicht-) Behandlung einer Krankheit verstanden werden.

Weitere Artikel