7 Gewürze und ihre Wirkung

7 Gewürze und ihre Wirkung

Gewürze sind echte Wundermittel! Schon seit Jahrtausenden werden sie für kulinarische und medizinische Zwecke eingesetzt. Auch in der westlichen Kultur weiß man um die Wirkung und Eigenschaften von Gewürzen. 

Gewürze bringen Abwechslung in die Küche und verleihen unserem Essen einen besonderen Geschmack. Außerdem haben die getrockneten Pflanzenbestandteile viele bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile und können vor akuten und chronischen Krankheiten schützen.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Wie Gewürze deinen Körper unterstützen können.
  • Was unsere TOP 7 Gewürze sind, die unbedingt in jede Küche gehören. 
  • Die Wirkungsweise dieser Gewürze.
  • Bei welchen Symptomen diese Gewürze unterstützen können.
  • Wie sie sich anwenden und einsetzen lassen.
  • Tipps zum Kauf und Aufbewahrung von Gewürzen.

Wie Gewürze deinen Körper unterstützen können

Durch ihr Aroma peppen Gewürze viele Speisen auf. Darüber hinaus besitzen sie antioxidative, entzündungshemmende und cholesterin-senkende Eigenschaften.

Außerdem können Gewürze unterstützend für die Fettverbrennung sein und  den Stoffwechsel ankurbeln. Selbst der Blutzuckerspiegel kann oft mit den richtigen Gewürzen stabilisiert werden. Ebenfalls können sie verdauungsfördernd und immunsystem-stärkend wirken.

Insbesondere scharfen Gewürzen wie beispielsweise Pfeffer, Paprika, Chili, Curry und Ingwer wird nachgesagt, dass sie eine größere Speichelproduktion hervorrufen und damit die Verdauungsprozesse unterstützt werden. Gewürze beschleunigen über den Speichel die Stärkeverdauung und sorgen dafür, dass der Magen schneller geleert wird und die Verdauungsarbeit somit verkürzt wird. 

Die erhöhte Speichelproduktion hat noch einen weiteren Effekt: Der Gehalt der im Speichel enthaltenen Schleimstoffe Neuraminsäure und Hexosamine, die für die Zähigkeit des Speichels verantwortlich sind, erhöht sich und diese bilden auf der Mund- und Rachenschleimhaut eine Art Schutzschicht, was dienlich für die Abwehr von Krankheitserregern ist.

Weiter können einige Gewürze die Herztägigkeit beeinflussen, indem der Herzschlag beim bzw. im Anschluss des Essens vermindert. Manche Gewürze wirken demnach auch blutdruckregulierend. 

Des Weiteren können einige Gewürze den Stoffwechsel anregen und insbesondere scharfe Gewürze die Wärmeabgabe des Körpers fördern. Zunächst beginnt man kurzfristig zu schwitzen, dann jedoch kühlt der Körper ab.

Außerdem sagt man Gewürzen nach, dass sie eine heilende Wirkung auf Stimmung und Depressionen haben.

Eine große Auswahl an Gewürzen sollte also idealerweise in eine entzündungshemmende Ernährung eingebaut werden. Eine antientzündliche Ernährung hat das Ziel, den Entzündungen im Körper entgegenzuwirken.

Es gibt eine Vielfalt an Gewürzen, die sowohl Gerichte hervorragend im Geschmack anreichern als auch gesundheitliche Effekte zeigen.

Im Folgenden stellen wir dir unsere TOP 7 Gewürze mit ihren Wirkungsweisen vor und zeigen dir, bei welchen Symptomen diese Gewürze unterstützen können und wie sie sich einsetzen lassen.

TOP 1: Kurkuma

Ursprünglich stammt Kurkuma aus Indien, Vietnam und Java. Die Wirkung von Kurkuma ist sensationell: Der im Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin hilft beim Entgiften der Leber, unserer Hauptstoffwechselfabrik, indem er z.B. Schwermetalle aus dem Körper ausleitet. Das ist auch ein Grund, warum er gegen Alzheimer helfen soll. Er verstärkt die Wirkung des Immunsystems, auch weil er als ein starkes Antioxidans wirkt. Das kann unter anderem zur Krebsprävention beitragen (vgl. Spandidos Publications1).

Pur schmeckt Kurkuma würzig und etwas bitter. Gerade zu Reisgerichten passt Kurkuma sehr gut, aber auch zu Fleisch, Fisch oder Rührei bzw. Omelette. Gegen Erkältungen kann ein Kurkuma-Ingwertee hervorragend helfen. 

Leider enthalten die Gewürze nur kleine Mengen an Curcumin, die Wurzel an sich enthält gerade mal drei Prozent von dem wertvollen Curcumin. Entsprechend ist es schwierig, über einfaches Wurzelpulver ausreichend Curcumin aufzunehmen und somit wirklich von den positiven Wirkungen der Wurzel zu profitieren.

Im Extrakt des Kurkuma-Pulvers hingegen liegt der Wirkstoff Curcumin in äußerst konzentrierter Form vor. Um gesundheitliche Effekte zu erzielen, kann daher eine zusätzliche Nahrungsergänzung durch ein hochwertiges Curcumin-Extrakt sinnvoll sein. 

TOP 2: Ingwer

Die Ingwerpflanze wächst in China, Japan, Ostindien, Jamaika, Australien, Brasilien und Westafrika. Ingwer ist antientzündlich und enthält zudem schmerzlindernde ätherische Öle. In Ingwer steckt der Wirkstoff Gingerol. Er hilft gegen jede Form von Übelkeit (See- oder  Reisekrankheit, Schwangerschaftsübelkeit, Magen-Darm-Beschwerden). Auch bei Migräne, Menstruationsbeschwerden, einer Erkältung und Arthritis hat er eine schmerzlindernde bzw. symptomreduzierende Wirkung. Außerdem wirkt er präventiv gegen Darmkrebs.

Ingwer spielt seit Jahrtausenden eine zentrale Rolle in der asiatischen Medizin. Neben dem Gingerol, das ähnlich wirkt wie Acetylsalicylsäure, also Aspirin, besteht die Knolle aus über 160 verschiedenen Inhaltsstoffen wie Eisen, Kalium und vielen Vitaminen. Bei bis zu 50g pro Tag gibt es keine Nebenwirkungen.  

Der Geschmack ist sehr scharf, brennend und ist sehr intensiv. Er lässt sich gut im Tee oder im Wasser anwenden, aber auch vielen Gerichten verleiht Ingwer eine gewisse Schärfe und den besonderen Geschmack.

TOP 3: Kreuzkümmel

Kreuzkümmel wird hauptsächlich in Indien, Iran, Indonesien, China und im südlichen Mittelmeerraum angebaut. Auch Kreuzkümmel ist ein pflanzliches Wundermittel, denn er kann den Blutdruck reduzieren, die Knochendichte erhöhen oder auch gegen einen Blähbauch helfen. Außerdem hilft Kreuzkümmel gegen Husten und regt die Verdauung an.

Kreuzkümmel schmeckt sehr intensiv und einzigartig. Er passt super zu Kohl- und Sauerkrautgerichten. Auch zu Käse oder im selbstgebackenen Brot schmeckt er sehr lecker. Um sich einen Tee zuzubereiten, nimmt man einfach einen halben Teelöffel Kreuzkümmel und übergießt ihn mit heißem Wasser, kurz ziehen lassen und trinken. Das kann sich positiv auswirken, da Kreuzkümmel die Darmbewegung in Schwung bringt. Außerdem hilft er bei der Sanierung der Darmflora und macht auch Pilzen im Darm schwer zu schaffen.

TOP 4: Chili 

Chili wird vorwiegend im tropischen Raum angebaut und ist ein echtes Allround-Talent: Er peppt so ziemlich jedes herzhafte Gericht auf, ist gut für unser Immunsystem, unsere Durchblutung und dazu noch appetitzügelnd. Des Weiteren wirkt Chili bei Magengeschwüren, da er die Magenschleimhaut mit einer säureunlöslichen Schutzschicht überzieht.

Außerdem werden Glücksgefühle durch die Endorphinausschüttung ausgelöst und er wirkt sowohl entzündungshemmend als auch schmerzlindernd. In der Wissenschaft ist das Capsaicin, der Wirkstoff im Chili, schon lange als antioxidative Waffe gegen Krebs bekannt. 

Chili lässt sich in allen Gerichten verwenden, um ihnen den besonderen Geschmack zu verleihen. Jedoch sollte das Gewürz mit dem feurigen Aroma auf keinen Fall pur eingenommen werden.

TOP 5: Kardamom 

Ursprünglich stammt das Gewürz aus Guatemala, Sri Lanka und aus Indien. Kardamom ist wohl am bekanntesten durch seine entkrampfende Wirkung. Gerade bei Unterleibsschmerzen kann er gut helfen. Ebenfalls bei Atemwegsinfektionen wirkt Kardamom unterstützend: Er löst den Schleim und lässt die Schleimhäute abschwellen. Außerdem hilft er bei Menstruationsbeschwerden und während der Wechseljahre. Generell soll er stimmungsaufhellend und auch potenzsteigernd wirken. Das Kauen von Kardamomsamen vertreibt Mundgeruch.

Der Geschmack ist eine scharfe Süße. Kardamom passt beispielsweise sehr gut zu Reis, Fleisch und Currygerichte. Sogar im Kaffee kann er schmecken und macht das Koffein damit verträglicher. Auch ein Tee mit Kardamom ist sehr schmackhaft und gesund. 

TOP 6: Zimt 

Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen überhaupt und wurde schon vor 2000 v. Christus in China und Indien als solches verwendet. Zimt schmeckt nicht nur richtig lecker, sondern wirkt stark antimikrobiell und senkt das LDL-Cholesterin. Außerdem wird die Bauchspeicheldrüse entlastet, wenn diese in großen Mengen Insulin ins Blut jagen muss, um den Zucker im Blut in die Zellen zu drücken. Denn Zimt macht die Zellen insulinsensitiver. Das bedeutet: Die Zellen nehmen mit Zimt den Zucker einfacher auf, deshalb wird dann weniger Insulin benötigt (Medmix.at)2.

Der aromatische Wirkstoff im Zimt heißt Cumarin. Bei wenigen kann dieser Stoff allerdings lebertoxisch wirken, also zu erhöhten Leberwerten führen. Immerhin erholt sich eine so überbelastete Leber schnell wieder. Daher sollte unbedingt eine Zimtsorte mit einem möglichst niedrigen Anteil an Cumarin bevorzugt werden, wie beispielsweise Ceylon-Zimt.

Am Tag sollte nicht mehr als ein gestrichener Teelöffel zu sich genommen werden. Zimt hat einen feinen, süßlichen Geschmack und schmeckt beispielsweise in Tee, Kaffee, Kakao, Mandel- und Hafermilch. Zimt eignet sich ebenfalls hervorragend im Porridge oder auch in Desserts wie Joghurtspeisen oder Quark.

TOP 7: Koriander 

Koriander gehört zu den ältesten Küchengewürzen der Welt und wird in Asien schon seit Jahrtausenden besonders als Heilpflanze sehr geschätzt. Er hilft bei Verdauungsbeschwerden und bei Völlegefühl. Außerdem unterstützt er in der Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper, insbesondere von Schwermetallen. Genauso wie auch Kardamom dämpft er Reizhusten.

Der Geschmack ähnelt einer Orange mit einer etwas scharfen Note. Er schmeckt sehr gut in Fleisch-, Fisch-, Gemüse- und Kartoffelgerichten. 

Tipps zum Kauf, Aufbewahrung und Anwendung von Gewürzen

  • Am besten ist es, wenn ganze, also ungemahlene Gewürze gekauft und frisch gemahlen werden. Wenn bereits gemahlene Gewürze gekauft werden, dann sollten diese besser in kleinen Portionen erworben werden und in spätestens sechs Monaten aufgebraucht sein. Außerdem sollten diese verschlossen sein und am besten in der Bio-Variante gekauft werden, denn konventionelle Produkte können Pflanzenschutzmittel enthalten. 
  • Folienverpackungen schützen die Gewürze nur, solange diese nicht geöffnet sind. Danach sollten diese unbedingt in Gefäße umgefüllt werden.
  • Gewürze mögen es am liebsten dunkel, trocken und kühl. Die Gefäße sollten möglichst luftdicht und undurchsichtig sein. Wärme und Feuchtigkeit entziehen das Aroma und machen diese weniger haltbar. Also besser in den Schrank und nicht direkt am oder über dem Herd. 
  • Ganze Gewürze sollten von Anfang an mitgegart werden. Die zerkleinerten Gewürze können beispielsweise in einem Leinensäckchen oder in einem Tee-Ei mitgekocht und nach dem Kochen wieder entfernt werden.
  • Frisch gemahlene Gewürze werden erst vor dem Servieren in die Gerichte dazu gegeben. Beim Einstreuen von getrockneten Gewürzen sollte darauf geachtet werden, dass das Gefäß nicht zu nah an die heißen Speisen kommt, da die aufsteigenden Dämpfe sonst in die Gewürze dringen könnte und diese verkleben könnten.
  • Wenn du Inspiration für leckere Gerichte benötigst, können wir dir unsere Rezeptsammlung empfehlen.




    • 1
      Spandidos Publications - Curcumin enhances anti‑cancer efficacy of either gemcitabine or docetaxel on pancreatic cancer cells
    • 2
      Medmix.at - Zimt reduziert Blutzucker

    Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich für den Informationsgebrauch und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen nicht als Aufforderung einer bestimmten (Nicht-) Behandlung einer Krankheit verstanden werden.

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