Abnehmen

Eingeschlafener Stoffwechsel? Das steckt wirklich dahinter

Geschrieben von VitaMoment Team
Aktualisiert am

Wenn es mit dem Abnehmen nicht wie gewünscht klappt, wird oftmals frustriert dem eingeschlafenen Stoffwechsel die Schuld gegeben. Aber ist der eingeschlafene Stoffwechsel wirklich der Übeltäter? Oder liegt die Ursache in Wahrheit an anderer Stelle? Finde es in diesem Beitrag heraus.

Inhaltsverzeichnis

Wie verbrauche ich mehr Kalorien?

Bestimmt kennst du in deinem Bekanntenkreis jemanden, der nie still sitzen kann. Diese lebhaften Menschen müssen immer in Bewegung sein, jederzeit etwas zu tun haben.

Was extrem stressig wirken kann, hilft den Zappel-Philippen täglich ein Kaloriendefizit zu erreichen. Indem sie ständig auf dem Stuhl Hin und Her wippen, häufig aufstehen und sich permanent bewegen, verbrennen sie Tag für Tag bis zu 200 Kalorien mehr als jemand, der den ganzen Tag still sitzt.

Ein überwiegend sitzender Lebensstil ist die Ursache, warum der durchschnittliche Grundverbrauch an Kalorien innerhalb der Gesellschaft stark zurückgegangen ist.

Kann mein Stoffwechsel einschlafen?

Viele Menschen glauben daran, dass es verschiedene Stoffwechsel gibt, die mehr oder weniger stark sind. So entstehen Aussagen wie:

Kein Wunder, dass du nicht zunimmst. Du hast ja auch einen guten Stoffwechsel!

Ein guter Stoffwechsel soll also dazu führen, dass man nicht so schnell zunimmt. Ein schlechter Stoffwechsel soll dagegen genau das Gegenteil bewirken. Um diese Aussage hinterfragen zu können, lohnt es sich, den Stoffwechsel grob zu begreifen.

Was versteht man unter einem Stoffwechsel?

Dein Stoffwechsel ist die Gesamtheit aller biochemischen Prozesse in deinem Körper.

Das bedeutet: Was du isst oder trinkst, verstoffwechselt dein Körper anschließend. So transportiert dein Körper zum Beispiel Wasser wie auch Minerale, Vitamine und andere Nährstoffe in die Zellen.

Hast du einmal zu viel von einem bestimmten Vitalstoff aufgenommen, wird dieser von deinem Körper teilweise zwischengespeichert und eingelagert. Was du nicht akut benötigst, wird zunächst in der Leber zwischengespeichert und bei späterer Nachfrage durch die Leber in den Blutkreislauf freigegeben.

Das war natürlich nur ein sehr grober Einblick in deine Stoffwechselprozesse. Wichtig ist, dass du dir merkst: Der Stoffwechsel ist die Gesamtheit aller biochemischen Prozesse in deinem Körper. Ganz simpel gehalten umfasst dein Stoffwechsel auch deinen täglichen Energieverbrauch.

Wenn du generell viele Kalorien verbrauchst, sprich einen hohen Energieverbrauch hast, dann hast du also einen hoch laufenden Stoffwechsel.

Woraus setzt sich der tägliche Energieverbrauch zusammen?

Neben Sport gibt viele verschiedene Faktoren, aber nur zwei maßgeblich relevante Energieverbraucher:

  • RMR (englisch für Resting Metabolic Rate)
  • NEAT (englisch für Non-Exercise Activity Thermogenesis)

Der RMR (auf Deutsch Ruhestand metabolische Rate) ist die Menge an Kalorien, die du benötigst, um deinen Körper generell mit all seinen Organen am Laufen zu halten, der sogenannte Grundumsatz. Es sind die Kalorien, die du im absoluten Ruhezustand verbrennst. Du verbrennst sie also auch, wenn du dich nicht bewegst, sondern nur deine Organe arbeiten. Dieser Faktor ist der größte Kalorienverbraucher in deinem Körper.

Der NEAT (auf Deutsch Aktivitätsthermogenese ohne Sport) schließt alle ungeplanten Bewegungen ein, die nicht Sport, Essen, Atmen oder Schlafen sind. Dazu gehört es zum Beispiel, durch den Supermarkt zu schlendern, die Einkäufe nach Hause zu tragen, zum Kühlschrank zu gehen, am Tisch mit dem Bein zu wackeln oder das Geschirr abzuwaschen.

Zusammen umfassen der RMR und der NEAT alle Bewegungen, die du machst, um deinen Energiebedarf neben sportlichen Aktivitäten zu steigern.

Eine Studie zum RMR und NEAT

Dein Körper ist sehr sparsam. Er probiert so effizient wie möglich mit der vorhandenen Energie umzugehen. Wird er in eine Diät gezwungen, versucht dein Körper, die wertvollen Kalorien, die ihn vor einigen Jahrhunderten noch vor dem Hungertod gerettet haben, nicht zu vergeuden.

In einer Studie zu diesem Thema wurde ein Versuch mit zwei Gruppen durchgeführt. Die Teilnehmer beider Gruppen haben ein ähnliches Gewicht (beispielsweise 80 Kilogramm), haben dieses aber seit unterschiedlich langer Zeit gehalten:

  • Gruppe A: Die Teilnehmer halten ihr Gewicht schon seit sehr langer Zeit
  • Gruppe B: Die Teilnehmer haben ihr Gewicht erst innerhalb des letzten Jahres durch eine starke Diät erreicht

Mit diesem Versuchsaufbau konnten Unterschiede im Kalorienverbrauch beider Gruppen sehr gut untersucht werden. Die These der Studie war, dass Gruppe B einen niedrigeren Grundverbrauch hat, da ihr Körper den Kalorienverbrauch während der Diät heruntergefahren hat. Unterteilt wurde der Verbrauch dabei in RMR und NEAT mit folgenden Ergebnissen:

  • RMR: kaum Unterschiede zwischen Gruppe A und Gruppe B
  • NEAT: Gruppe A hatte einen erheblich größeren Kalorienverbrauch als Gruppe B

Die Ergebnisse beim RMR sind so zu deuten, dass sowohl die Leute, die früher eine Diät gemacht haben, als auch die Personen, die keine Diät absolviert haben, fast die gleiche Anzahl an Kalorien benötigten, um ihre Körper am Laufen zu halten.

Wirklich erstaunlich sind die Ergebnisse beim NEAT. Durch eine starke Diät sind die Leute durchgehend träger geworden. Ihre Bewegungen wurden immer weniger und auch ihre Schilddrüse hat die Arbeit ein wenig zurückgefahren.

Es ist also nicht der Stoffwechsel, der einschläft. Es ist der Mensch selbst. Die Bewegung des Menschen schläft ein.

Was ist die Erkenntnis der Studie?

Die Studienergebnisse belegen, dass der NEAT einen massiven Einfluss auf deinen Stoffwechsel hat. Menschen, die im Alltag ein passives und überwiegend sitzendes Bewegungsverhalten aufweisen, haben einen deutlich geringeren Energieverbrauch.

Wenn du dich nicht bewegst oder eine Diät machst, dann fährt dein Körper in den Sparmodus. Dein Körper greift in diesem Fall auf verschiedene Mechanismen zu, um Energie zu sparen:

  • Reduzierung der Wärmeproduktion
  • Einschränkung der Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Umstellung der Hormone
  • Abbau von Muskeln

So verbraucht der gesamte Stoffwechsel deutlich weniger Kalorien.

Wenn du also das Gefühl hast, dass dein Stoffwechsel eingeschlafen sein könnte, dann schau als Allererstes auf deine Bewegung. Versuche, ein bisschen mehr Bewegung in deinen Alltag einzubauen.

Zusammengefasst schläft nicht dein Stoffwechsel ein. Zumindest nicht so, als wäre es relevant für deinen Alltag. Wer jedoch einschlafen kann, bist du selbst, deine Bewegung.

Wie rege ich meinen Stoffwechsel am besten an?

Es ist viel einfacher, als du es dir vielleicht vorstellst. Du könntest beispielsweise die folgenden drei Methoden ausprobieren.

1. NEAT, also deine Bewegung erhöhen

Mit ein paar kleinen Änderungen an deinem Alltag lässt sich dein Kalorienverbrauch im Nu nach oben heben. Dabei kommt es nicht immer darauf an, dass du deine Zeit möglichst effizient nutzt. Es geht darum, mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren.

Tipps für die Arbeit:

  1. mit dem Rad zur Arbeit fahren
  2. eine Station früher aus dem Bus aussteigen
  3. beim Telefonieren umhergehen
  4. in der Mittagspause ein paar Minuten spazieren gehen
  5. auf die Toilette einer anderen Etage gehen
  6. statt dem Aufzug die Treppe nutzen
  7. kleine Wassergläser nutzen, um sie oft auffüllen zu gehen
  8. Erinnerungszettel an den PC heften: „5 Kniebeugen“ oder „Zeit für Bewegung“
  9. Erinnerungs-App nutzen, die dich an regelmäßiges Aufstehen und Gehen erinnern

Tipps für zu Hause:

  1. Kniebeugen beim Zähneputzen machen
  2. jedes Wäschestück einzeln aufhängen
  3. beim Fernsehen in der Werbepause aufstehen
  4. nach der Arbeit einen kleinen Spaziergang machen
  5. Spaziergänge als Abendritual, gern mit den Liebsten
  6. zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen
  7. mit dem Auto weit weg vom Eingang parken

    Achte auch darauf, dass du generell viele Schritte machst und dich mindestens 10.000 Schritte pro Tag bewegst. Dabei geht es nicht darum, dass du exakt 10.000 Schritte erreichst. 9.500 Schritte sind immer noch genauso gut. Der Hintergrund ist, dass du ein Bewegungsbewusstsein entwickelst und ausbaust. Denn wenn du dieses Bewusstsein hast, wirst du zwangsläufig nach mehr Möglichkeiten suchen, um zusätzliche Bewegung in deinen Tag einzubauen. Je mehr du dich bewegst, desto mehr Energie benötigt dein Körper.

    2. Eine gesunde Schilddrüsenfunktion sicherstellen

    Es mag sein, dass der eingeschlafene Stoffwechsel zum großen Teil auf zu wenig Bewegung zurückzuführen ist oder gar nicht existent ist. In einigen Fällen deutet er aber auch auf Probleme mit der Schilddrüse hin.

    Falls du eine Fehlfunktion deiner Schilddrüse vermutest, solltest du von deinem Arzt dringend die fT3- und fT4-Werte prüfen lassen. Werden nicht mehr genügend fT3 und fT4 gebildet, kann es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen. Aus unserer Erfahrung liegt der eingeschlafene Stoffwechsel allerdings selten an der Schilddrüse. Oftmals ist es die fehlende Alltags-Bewegung.

    3. Reduziere deinen Stresslevel

    Natürlich ist Stress ein ganz großer und häufig unterschätzter Dickmacher. Das Cortisol, welches dein Körper bei Anspannung vermehrt ausschüttet, führt zu einer gesteigerten Einlagerung von Bauchfett. Das möchtest du ganz sicher nicht, schließlich reduziert der zusätzliche Bauchspeck weder das hohe Stresslevel, noch hilft er dir auf dem Weg zu deinem Wohlfühlkörper.

    Gute Tipps zur Stressreduktion findest du in diesem Video von Patric. Schau es dir gern an. Vielleicht ist ja ein Tipp dabei, mit dem du weniger Stress im Alltag hast.

    Dein Schlaf hat einen besonders großen Einfluss auf deine Stresstoleranz. Schläfst du nachts genug, bist du tagsüber erholt und nicht so schnell gestresst.

    Achte daher auf einen geregelten Schlaf und entwickle eine eigene Schlafroutine. Gewöhne dir eine Reihe von Dingen an, die du immer vor dem Schlafengehen machst.

    Das kann beispielsweise sein, dass du erst spazieren gehst, dann ein Buch liest, dir die Zähne putzt und dich danach ins Bett legt. Mit der Zeit wird dein Gehirn diese Routine mit dem Schlafengehen assoziieren und bereitet sich auf das Schlafen vor.

    Vor dem Schlafen solltest du dich zudem keinen hellen Lichtquellen mehr aussetzen. Der Steinzeitmensch, der jeder Mensch körperlich noch ist, kann mit dieser schnellen Umstellung nicht umgehen. Wenn es also Mitternacht ist und du in einem grell beleuchteten Raum sitzt und auf einen hellen Bildschirm starrst, dann versteht dein Körper nicht, wenn du im nächsten Moment schon im Bett liegst. Der Körper braucht Zeit, um sich auf den Schlaf vorzubereiten und die Hormonlevel herunterzufahren.

    Falls du Probleme mit dem Einschlafen oder Durchschlafen hast, könntest du das VitaMoment Gute Nacht ausprobieren. Der Schlaf-Komplex mit Kirschgeschmack konnte bereits vielen Kunden zu einem besseren Schlaf verhelfen. Schaue dir auch gern die Bewertungen auf der Produktseite an, um herauszufinden, ob das VitaMoment Gute Nacht für dich einen Versuch wert ist.

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    Bei viel Stress kann zudem die tägliche Einnahme von Magnesiumcitrat helfen. Durch den vielen Stress verbraucht dein Körper vermehrt Magnesium. Indem du deinem Körper zusätzliches Magnesium zuführst, verringerst du das Risiko eines Magnesium-Mangels, was zu einer gesteigerten Stresstoleranz führt. Nicht umsonst wird Magnesiumcitrat als Salz der inneren Ruhe oder Schalldämpfer bei Stress bezeichnet.

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    Fazit

    Wenn du das Gefühl hast, dass dein Stoffwechsel eingeschlafen sei, dann fange damit an, dich mehr zu bewegen. Der zweite Faktor ist deine Schilddrüse. Wenn mehr Bewegung nicht hilft, dann lasse mal deine fT3- und fT4-Werte überprüfen. Wichtig sind auch Vitamin D, Selen und Jod sowie Tyrosin. Als dritten und letzten Faktor solltest du deinen Alltagsstress reduzieren. Versuche, deine Schlafqualität zu verbessern, oder teste das Magnesiumcitrat.

    Fange an dich wieder mehr zu bewegen und schiebe ausbleibende Abnehm-Erfolge nicht auf den eingeschlafenen Stoffwechsel. Den gibt es gar nicht wirklich, wie du jetzt weißt. Nicht dein Stoffwechsel schläft ein, sondern deine Bewegung. Höchste Zeit, sie wieder aufleben zu lassen!

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