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Abnehmen im Urlaub in 3 Schritten

Geschrieben von Patric Heizmann
Aktualisiert am

Urlaub! Und dann auch noch All-inclusive. Das ist die meistgebuchte Variante. Ja klar, es ist herrlich, wenn man sich um das Essen nicht kümmern muss und der Bauch vollgepackt wird, bis der Magen mit dem, was da unten ankommt, Tetris spielen muss. Und trotzdem ist der All-inclusive-Urlaub eine hervorragende Möglichkeit, das Körpergewicht in Balance zu halten.

Inhaltsverzeichnis

Wie? Das erfährst du jetzt.

Der Urlaub als Abnehm-Chance

Im Schnitt schleppt der Urlauber ein durchschnittliches Plus von zwei Kilogramm mit nach Hause. Als Erinnerung an die schöne Zeit zwischen schlafen und futtern. Dann kommt man nach Hause und stellt auf der Waage erstaunt fest: „Oh, braune Haut wiegt offensichtlich ein paar Kilo mehr.“

Wo die Seele Urlaub machen konnte, wurde der Körper und insbesondere der Verdauungstrakt bis in den Grenzbereich ausgelastet. Obwohl gerade im All-inclusive-Urlaub eine figur- und gesundheitsverträgliche Ernährung besonders einfach wäre.

Ja klar: Zuhause hat man doch gar keine Zeit für gesundes Essen:

  • Zeit zum Einkaufen
  • Zeit zum Kochen
  • Zeit zum Tisch decken
  • Zeit zum Kauen
  • Zeit zum Abräumen
  • Zeit zum Geschirr spülen

Im Urlaub wird das alles von Dienstleistern übernommen. Und das bei einer enormen Auswahl.

Stressfrei im Urlaub

Im Urlaub kannst du auch endlich mal richtig ausschlafen. Damit fängt der Fettabbau auch schon an. Du kannst mal so richtig den ganzen Stress abladen, der sich über die letzten Monate angestaut hat. Und fehlender Stress lässt dich weniger nach Kohlenhydrat-Massen gieren, da das Stress-empfindliche Hirn nicht ständig nach seinem Lieblings-Benzin schreit. Und wer die Kohlenhydrat-bedingte Blutzucker-Achterbahnfahrt gar nicht erst antritt, wird auch den ganzen Tag weniger nach Zuckrigem verlangen. Das schickt die Überschuss-Kalorien in den Dauerurlaub, weil sich theoretisch ein Kalorien-Minus entwickelt. 

Schritt 1: Das Kalorien-Inferno

Ja, theoretisch. Denn die All-Inklusive-Praxis ist eine Herausforderung: Wer ausgehungert von der Anreise als erste Amtshandlung im Urlaubsdomizil das Buffet stürmt, denkt sicherlich als Letztes an seine Figur. Und das ist auch richtig so! 

Und sogar unbedingt notwendig: „Alles rein, was irgendwo Platz findet.“

Genau das ist der erste Schritt für den Urlaubs-Figur-Erfolg. Wer sich am ersten Tag so richtig, also wirklich richtig satt futtert, beruhigt seine Seele und schafft die Basis, in den nachfolgenden Urlaubstagen auch mal in Schrittgeschwindigkeit am Buffet entlangzufahren.

Zusätzlich wird mit dem Kalorien-Inferno zum Urlaubsstart auch der Stoffwechsel auf Maximalgeschwindigkeit getuned.

Schritt 2: Die Insulin-Auszeit

Selbst am Morgen danach ist das Volltanken eine gute Tat für die Figur. Wer sich danach zum ersten Mal in die Horizontale begibt, um den Stress abfallen zu lassen, darf ruhig darüber nachdenken, wie er auch seinem Körper, seiner Gesundheit ein klein wenig Urlaub gönnen könnte.

Voll gefuttert vom Frühstück lässt es sich Essens-technisch auch mal mittags mit einem Salat mit etwas Hühnchen bis zum Nachmittagskaffee durchhalten. Dort angekommen reicht es den meisten sicher, zwei Tassen Kaffee mit möglichst wenig Zucker und eben nur einem Stück leckerem Kuchen durchzukommen. Aber eben mit Genuss und ohne sich nebenher ablenken zu lassen.

Wer sich dann abends auf das wunderbar vorgeschnippelte, gedünstete Gemüse und die Meeresbewohner, also Fisch und Meeresfrüchte stürzt, aber die Beilagen, also Kartoffeln, Nudeln, Reis und das ganze Zeug, beiseite legt, der lässt auch mal seine Insulin-ausschüttende Bauchspeicheldrüse Urlaub machen. Die fühlt sich selbst dann nicht wirklich gestresst, wenn sie sich danach um ein kleines Eis oder Kuchen kümmern muss.

Schritt 3: Die Muskel-Entdeckungstour

Gerade im Urlaub, weit weg vom durchgetakteten und routinierten Alltag, lässt das fast überall angebotene Aktivitäten- und Sportprogramm die Möglichkeit, ganz entspannt Neues kennenzulernen. Wer zum ersten Mal dort ins Fitnessstudio geht und mal etwas intensiver an ein paar Geräten zupft, oder einen Yoga-Kurs oder das Bogenschießen ausprobiert, entdeckt eventuell die Lust an seinen Muskeln. Selbst das Rumhampeln im Meer oder Pool mit den Sprösslingen lässt die Muskeln reinkarnieren.

Die Muskeln, bei den meisten doch eher Dauercamper im Nirvana, freuen sich über jede Aktivität oberhalb der gewöhnlichen Nulllinie. Und jedes bisschen mehr Muskeln verbrennt rund um die Uhr Kalorien in den Keks-Speichern, dem Schenkel-Silber.

Darauf solltest du achten

Die größten Figur-Gefahren im Urlaub liegen übrigens zwischen den Hauptmahlzeiten: Wer selbst im Urlaub seine Gedärme ununterbrochen vollstopft, packt sich ordentlich was auf das Kalorienkonto, dass den Alltag nach dem Urlaub noch stressiger machen könnte. Wenn man sich danach nackig vor den Spiegel stellt und der sich dann angeekelt wegdreht.

Zwischen den drei Hauptmahlzeiten sollte einfach mal Futterpause sein. Der vorhin genannte Kuchen am Nachmittag bleibt mit der Salat-Strategie am Mittag Figur-neutral. Wichtig ist, dass dich jede Mahlzeit satt machen muss. Richtig satt! So, dass eine Überbrückung zur nächsten Mahlzeit ohne Ausrutscher problemlos durchgehalten werden kann.

Das Wichtigste zusammengefasst

Zu Beginn übertrieben satt essen. Morgens am Buffet auch mal mit landestypischem Obst den Bauch füllen. Komm schon, Nutella gibt’s auch zu Hause! Die Gewohnheit darf also auch mal Urlaub machen.

Mittags gibt’s einen dicken Salat oder leichte Kost mit mehr gemüsigem und Fisch oder Fleisch mit einer feinen Soße dazu, abends darf das mit dem fischigem und eingefleischten gerne wiederholt werden und die eingesparten Kohlenhydrate dann in einen Teller voll Nachtisch investiert werden. 

So einfach, so lecker, so gesund. Urlaub für alle!

Und zwischen den Mahlzeiten?

Klappe halten. Außer Kaffee ohne Zucker und Wasser muss da nichts rein. Alkohol kann auch zu Hause gebechert werden. Wer abends ein Gläschen guten Wein trinken möchte, soll ihn genießen. Außergewöhnliches rumhampeln bei diversen Aktivitätsprogrammen bringen die Muskeln in Schwung. Die haben ja zu Hause Dauerurlaub. Hier wollen die Gas geben.

Und wer dann nach Hause kommt, hat nicht nur seine Seele regeneriert, sondern die Figur macht dann auch noch eine gute Figur.

Bleib gesund, aber mach auch was dafür!

Dein Coach Patric

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