Serotonin: Anzeichen und Einordnung
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.
Die meisten von uns kennen Serotonin als Glückshormon. Denn es fördert Ruhe, Entspannung und Zufriedenheit. Doch das Hormon ist noch an weiteren wichtigen Funktionen im Körper beteiligt. Welche das sind, erfährst du in diesem Artikel.
Serotonin ist ein Botenstoff, der an verschiedenen körperlichen Prozessen beteiligt ist. Veränderungen im Serotoninhaushalt werden in der Forschung in unterschiedlichen Zusammenhängen diskutiert. Sie können sich auf das Wohlbefinden und weitere Körperfunktionen auswirken.
Wenn du Veränderungen bei deinem Wohlbefinden bemerkst, ist eine eigenständige Einordnung oft nicht einfach. Wir zeigen dir in diesem Artikel, welche möglichen Anzeichen im Zusammenhang mit Serotonin diskutiert werden und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen können.
Ein wichtiger Baustein ist die Ernährung. Zwar kannst du Serotonin nicht über Lebensmittel aufnehmen, doch bestimmte Nährstoffe spielen für die körpereigene Bildung von Serotonin eine Rolle. Dazu zählen unter anderem die in Proteinen enthaltene Aminosäure L-Tryptophan sowie Vitamin D.
1. Serotonin: Das Glückshormon mit vielen Aufgaben
Serotonin ist nicht nur ein Wohlfühl- und Glückshormon, sondern auch ein wichtiger Neurotransmitter. Das sind Botenstoffe, die im Nervensystem Informationen von einer Nervenzelle zur anderen weiterleiten. Auf diese Weise ist Serotonin im Körper an vielen verschiedenen Funktionen beteiligt. Wir stellen dir wichtige Aufgaben vor.
Rolle von Serotonin für das Wohlbefinden
Das Hormon Serotonin sorgt für ein Gefühl der Gelassenheit und Zufriedenheit und wirkt sich damit auf deine Stimmung aus. Serotonin ist aber nicht das einzige Glückshormon. Auch Oxytocin, Dopamin und Endorphine zählen dazu. Diese Hormone müssen im Gleichgewicht sein, damit du gute Laune verspürst.
Serotonin beeinflusst deinen Schlaf
Als Botenstoff sorgt Serotonin zusammen mit Cortisol dafür, dass du wach bist. Melatonin ist der Gegenspieler. Es macht dich schläfrig. Was viele nicht wissen: Melatonin wird aus Serotonin gebildet. Serotonin hat damit einen Einfluss auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.
Serotonin beeinflusst das Sättigungsempfinden
Im zentralen Nervensystem wirkt Serotonin auf Prozesse, die mit dem Sättigungsempfinden zusammenhängen. Das hängt vor allem mit dem Serotoninrezeptor-Gen HTR2C zusammen. Es ist wichtig für die Regulation des Appetits. Wenn diese Rezeptoren aktiviert werden, erzeugen sie ein Sättigungsgefühl.
Serotonin beeinflusst das Sexualverhalten von Männern
Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Serotoninwerte können sich auf das Sexualverhalten von Männern auswirken. Sind sie zu niedrig, kann es zum vorzeitigen Samenerguss kommen. Zu hohe Serotoninwerte können mit Erektionsproblemen einhergehen.
Serotonin beeinflusst die Körpertemperatur
Das Hormon Serotonin spielt eine Rolle bei der Regulation der Körpertemperatur. Serotonin kann die Körpertemperatur erhöhen oder verringern.
Serotonin hat Effekte auf das Herz-Kreislauf-System..
Serotonin ist an der Erweiterung und Verengung der Blutgefäße beteiligt. Zudem wird der Blutdruck indirekt über Serotonin beeinflusst. Ein weiterer Effekt ist, dass Serotonin die Blutgerinnung beeinflusst.
Serotonin ist an Funktionen im Verdauungstrakt beteiligt
Dein Körper schüttet Serotonin aus, wenn Nahrung in den Dünndarm gelangt. Das Hormon regt dort die Darmbewegung an. Forschungsergebnisse aus einer Untersuchung zeigen zudem, dass Serotonin im Verdauungssystem mit weiteren Prozessen in Verbindung steht. Ein niedriger Serotoninspiegel kann sich hingegen negativ auf den Magen-Darm-Trakt auswirken und zum Beispiel die Darmtätigkeit beeinflussen.
2. Mögliche Anzeichen im Zusammenhang mit niedrigen Serotoninwerten
Veränderungen im Serotoninhaushalt werden mit unterschiedlichen Anzeichen in Verbindung gebracht. Dabei ist wichtig: Einzelne Beschwerden lassen sich nicht eindeutig auf Serotonin zurückführen und sollten immer im Gesamtkontext betrachtet werden.
Veränderungen des Wohlbefindens
Serotonin ist hauptsächlich für positive Gefühle wie Zuversicht, Selbstvertrauen und Zufriedenheit zuständig. Wenn sich der Serotoninhaushalt verändert, kann sich das vor allem darin zeigen, dass dein Wohlbefinden leidet.
Mögliche Anzeichen, die in diesem Zusammenhang beschrieben werden, sind:
- Reizbarkeit
- Innere Anspannung und Nicht-Abschalten-Können
- Gedrückte Stimmung
- Erschöpfung und Müdigkeit
- Aggressivität
Körperliche Veränderungen
- Schlaf: Da Serotonin eine Vorstufe des Schlafhormons Melatonin ist, können Veränderungen im Serotoninhaushalt auch mit Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus einhergehen. Sinken die Serotoninwerte, wird auch weniger Melatonin gebildet.
- Appetit und Gewicht: Verspürst du mehr Hunger, verändert sich dein Sättigungsempfinden oder ändert sich dein Gewicht, können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Wie du bereits erfahren hast, wirkt sich der Serotoninspiegel auf Prozesse rund um den Appetit aus.
- Verändertes Sexualverhalten: Davon sind besonders Männer betroffen. Gemeinsam mit Dopamin reguliert Serotonin das männliche Sexualverhalten. Einschränkungen können mit Veränderungen im Serotoninhaushalt zusammenhängen.
- Beschwerden rund um den Zyklus: Wir haben dir bereits den Zusammenhang zwischen PMS und Serotonin erklärt. Veränderungen im Zyklus können vorübergehend auch mit Veränderungen im Serotoninhaushalt einhergehen.
Einordnung: Serotonin und Depressionen
Lange Zeit nahm man an, dass eine Depression durch einen Mangel an Serotonin im Gehirn ausgelöst wird. Diese Annahme entwickelte sich in den 1950ern eher durch einen Zufall im Rahmen von Arzneimitteltests zur Behandlung von Tuberkulose. Patientinnen und Patienten, die das Präparat Iproniazid erhielten, waren besser gelaunt.
Das Mittel hemmt ein bestimmtes Enzym, die Monoaminooxidase (MAO). Es baut Neurotransmitter wie Serotonin ab. Dadurch steigt die Konzentration an Serotonin. Das Medikament wurde als Antidepressiva zugelassen, verschwand einige Jahre später wegen starker Nebenwirkungen aber wieder vom Markt. Bis heute basiert die Wirkung vieler Antidepressiva jedoch darauf, die Wiederaufnahme von Serotonin zu hemmen.
Eine Analyse von 17 Studien zu dem Thema lässt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mittlerweile jedoch an dieser Erklärung zweifeln. Die aktuelle Wissenschaft liefere keine Beweise, dass Depressionen alleine durch eine verminderte Serotoninaktivität oder -konzentration verursacht werden. Das spricht gegen eine zu einfache Erklärung.
Für Expertinnen und Expertin ist eine Depression vielmehr eine komplexe Erkrankung, die auf mehrere Ursachen zurückzuführen ist: Gene, negative Lebensereignisse und veränderte Gehirnfunktionen.
So lässt sich ein Serotoninhaushalt medizinisch einordnen
Häufig liest man, dass man einen Serotoninmangel mit einer Analyse des Bluts oder des Urins bestimmen kann. Dabei wird der Gehalt an 5-Hydroxyindolessigsäure (HIES) bestimmt. Sie ist ein Abbauprodukt des Serotonins, das du vor allem über den Urin ausscheidest. Das Problem: Die Werte lassen keine zuverlässige Aussage darüber zu, wie hoch die Konzentration an Serotonin im Gehirn ist. Denn Serotonin kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden. Das Gehirn kann das Hormon nur selbst bilden.
Für die medizinische Einordnung werden deshalb immer auch Beschwerden, Vorgeschichte und weitere mögliche Ursachen berücksichtigt. Es kann zudem sinnvoll sein, ein großes Blutbild zu machen, um deine Nährstoffversorgung zu überprüfen.
3. Fünf mögliche Ursachen für niedrige Serotoninwerte
Chronischer Stress wird häufig als wichtiger Einflussfaktor auf den Serotoninhaushalt diskutiert. Wir erklären dir, wie er sich auf die Serotoninproduktion auswirkt. Zudem zeigen wir weitere mögliche Ursachen für niedrige Serotoninwerte auf.
Chronischer Stress als möglicher Einflussfaktor
Chronischer Stress steht mit verschiedenen Prozessen im Körper in Zusammenhang. Dadurch werden im Körper bestimmte Enzyme aktiviert. Sie sorgen dafür, dass L-Tryptophan vor allem in die Aminosäure Kynurenin und weniger in Serotonin umgewandelt wird. Verstärkend kommt hinzu, dass du unter Stress mehr Serotonin verbrauchst. Ein weiterer Faktor ist, dass Stress sich oft auf die Schlafqualität auswirkt. Serotonin wird nachts in der Tiefschlafphase gebildet. Je weniger Tiefschlafphasen du hast, desto weniger Serotonin kann dein Körper produzieren.
Niedrige Serotoninwerte durch zu wenig L-Tryptophan
Du erinnerst dich: Dein Körper benötigt L-Tryptophan, um Serotonin zu bilden. Dein Körper kann die Aminosäure jedoch nicht selbst produzieren. Daher musst du sie über die Ernährung aufnehmen. Eine proteinarme Ernährung kann dazu führen, dass du nicht ausreichend L-Tryptophan zu dir nimmst. Dadurch kann der Serotoninhaushalt beeinflusst werden.
Niedrige Serotoninwerte und Vitamin D
Auch eine geringe Versorgung mit Vitamin D kann eine Ursache dafür sein, dass dein Serotoninhaushalt beeinflusst ist. Vor allem im Winter wird dieser Zusammenhang häufig diskutiert. Denn dann reicht die UV-B-Strahlung bei vielen Menschen nicht aus, damit der Körper ausreichend Vitamin D produziert. Nur zwischen März und Oktober ist die UV-B-Strahlung theoretisch so intensiv, dass der Körper körpereigenes Vitamin D produzieren und Reserven im Fett-Muskelgewebe anlegen kann. Bei vielen Menschen reicht das jedoch nicht aus, um gut durch den Winter zu kommen.
Ein Vitamin D-Mangel kann weitreichende gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen. Wir zeigen dir daher, wie du einem Vitamin D-Mange...
Jetzt lesenSerotonin und PMS
PMS steht für das prämenstruelle Syndrom. Es beginnt ein paar Tage vor der Menstruation. Betroffene Frauen erleben dabei körperliche und psychische Veränderungen wie Kopfschmerzen, gedrückte Stimmung und Beschwerden im Unterleib.
Ein Team aus Forschenden fand heraus, dass bei Betroffenen kurz vor der Periode der Serotonin-Transport erhöht ist. Dadurch verlieren Frauen mehr Serotonin. Daran beteiligt sind die beiden Sexualhormone Östrogen und Progesteron. Das Team nimmt an, dass der Körper von Frauen mit PMS überempfindlich auf die hormonellen Veränderungen reagiert.
Erfahre hier, was das prämenstruelle Syndrom ist, welche Symptome für PMS typisch sind und welche Maßnahmen bei Beschwerden helfen können.
Jetzt lesen4. Wie niedrige Serotoninwerte eingeordnet werden
Wir geben in diesem Abschnitt Antworten auf die Frage, welche allgemeinen Faktoren im Alltag eine Rolle spielen können. Die Einordnung richtet sich vor allen Dingen nach dem Gesamtbild und möglichen Ursachen.
Nährstoffversorgung im Blick behalten
Wenn sich zeigt, dass deine Versorgung mit bestimmten Nährstoffen nicht ideal ist, kann es sinnvoll sein, die Ernährung insgesamt genauer anzuschauen.
Eiweißreiche Ernährung im Alltag einordnen
Wie du erfahren hast, kann dein Körper nur aus der Aminosäure L-Tryptophan Serotonin produzieren. Schaue dir deine Ernährungsgewohnheiten einmal genauer an. Wie viel Proteine isst du am Tag ungefähr? Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA1) empfiehlt Erwachsenen, täglich 0,83 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu verzehren.
Notiere dir eine Woche lang, wie viel Eiweiß du ungefähr pro Tag isst. Wenn du merkst, dass du zu wenig zu dir nimmst, baue mehr eiweißreiche Lebensmittel in dein Essen ein. In diesem Artikel findest du die eiweißreichsten Lebensmitteln:
Wir zeigen dir die Top Lebensmittel mit viel Eiweiß. Außerdem geben wir dir Tipps für eine gesunde, eiweißreiche Ernährung im Alltag.
Jetzt lesenMedizinische Behandlung
Wenn Beschwerden sehr ausgeprägt sind oder länger anhalten, sollte die weitere Einordnung ärztlich erfolgen. Welche Behandlung infrage kommt, richtet sich nach der Ursache und dem individuellen Beschwerdebild.
5. Vier allgemeine Tipps für den Alltag
Ein ausgewogener Lebensstil kann dazu beitragen, allgemeine Körperfunktionen und das Wohlbefinden im Alltag zu unterstützen. Dazu zählen Ernährung, Bewegung, Erholung und Zeit im Freien.
Ausgewogene Ernährung
In Bezug auf die körpereigene Serotoninbildung spielt eine gesunde, ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle. Wie du bereits erfahren hast, ist es wichtig, dass du ausreichend Proteine und Vitamin D zu dir nimmst. Darüber hinaus spielen aber noch weitere Nährstoffe indirekt eine Rolle bei der Serotoninsynthese. Die Funktionen verschiedener Vitalstoffe und Neurotransmitter sind eng miteinander verbunden. Magnesium, Zink und Vitamin B3 tragen zum Beispiel zu einer normalen Funktion des Energiestoffwechsels und Nervensystems bei.
Übrigens: Es ist ein Mythos, dass du Serotonin direkt über Lebensmittel zu dir nehmen kannst. Denn Serotonin kann nur im Gehirn gebildet werden. Es ist nicht in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren.
Darmflora im Gleichgewicht
Mehrere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Darmflora einen Einfluss auf die Serotoninsynthese hat. Bestimmte Bakterien können die Serotoninproduktion beeinflussen. So sind zum Beispiel die im gesunden Darm angesiedelten Bifidobakterien an der Tryptophan-Synthese beteiligt. Gerät deine Darmflora aus dem Gleichgewicht, kann sich das negativ auf deine Serotoninversorgung auswirken. Wie du eine gesunde Darmflora fördern kannst, erfährst du in diesem Artikel:
Eine gestörte Darmflora kann unbemerkt der Grund für Verdauungsprobleme, wiederkehrende Infekte und Hautunreinheiten seinn. Wir zeigen di...
Jetzt lesenStress bewusst reduzieren
Chronischer Stress ist ein möglicher Einflussfaktor auf den Serotoninhaushalt. Wenn du dich ständig gestresst fühlst, lohnt es sich, deinen Lebensstil genauer unter die Lupe zu nehmen. Finde Stressoren und versuche, sie zu reduzieren. In unserem Podcast verraten wir dir zudem die vier besten Tipps gegen Stress:
Halte dich viel draußen auf
Es gibt wissenschaftliche Hinweise , dass Sonnenlicht mit der Serotoninbildung über die Haut in Zusammenhang stehen könnte. Achte daher darauf, dass du täglich Zeit an der frischen Luft verbringst – auch an bewölkten Tagen.
Zudem spielt Sonnenlicht eine Rolle bei der Vitamin-D-Produktion. Allerdings sind nur im Frühjahr und Sommer die UV-B-Strahlen stark genug, um die körpereigene Vitamin-D-Produktion zu unterstützen. Halte dich daher besonders im Frühjahr und Sommer an möglichst vielen Sonnentagen für 10-30Minuten im Freien auf. Setze dein Gesicht, Hals, deine Hände und idealerweise auch Arme der Sonne aus.
Treibe regelmäßig Sport
Untersuchungen deuten darauf hin, dass regelmäßiger Sport die Serotoninbildung unterstützen kann . Denn die Bewegung erhöht die Verfügbarkeit von Tryptophan im Körper.
Du hast so gar keine Lust auf Sport und kannst dich nur schwer aufraffen? Wir haben dir in diesem Artikel Tipps zusammengetragen, wie du Sportunlust überwinden kannst:
Du hast keine Lust auf Sport und immer eine Ausrede parat? Hier kommen 5 Tipps, wie du ganz einfach mit dem Sport anfangen kannst und neu...
Jetzt lesen6. So bildet dein Körper Serotonin
Du bildest Serotonin in der Lunge, in der Milz, in der Darmschleimhaut und im zentralen Nervensystem.
So läuft die Serotoninproduktion ab
Für die Produktion von Serotonin benötigt dein Körper die Aminosäure L-Tryptophan. Sie ist essentiell, das bedeutet, dass du sie über die Nahrung aufnehmen musst. Dein Körper bildet Serotonin in zwei Schritten. Als Erstes baut das Enzym Tryptophanhydroxylase 2 das L-Tryptophan in ein Zwischenprodukt um. Das ist das sogenannte 5-Hydroxytryptophan (kurz 5-HTP). Im zweiten Schritt entsteht aus 5-HTP dann Serotonin. Daran ist das Enzym 5-Hydroxytryptophan-Decarboxylase beteiligt.
Viele Vitalstoffe sind an der Serotoninsynthese beteiligt
Damit dein Körper Serotonin produzieren kann, benötigt er jedoch nicht nur L-Tryptophan. Auch Vitamin D wird in der Forschung im Zusammenhang mit der Serotoninsynthese diskutiert. Weitere Vitalstoffe, die an der Serotoninsynthese beteiligt sind, sind Magnesium, die Vitamine B6 und B3 sowie Zink.
7. Zusammenfassung zum Thema Serotonin
Serotonin ist als Wohlfühlhormon bekannt. Es ist an vielen Aufgaben im Körper beteiligt und hat unter anderem einen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, den Appetit, die Verdauung und das Sexualverhalten von Männern.
Veränderungen im Serotoninhaushalt können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen – körperlich und psychisch. Gleichzeitig gilt: Das Thema ist komplex, und einzelne Anzeichen lassen sich nicht eindeutig auf eine einzige Ursache zurückführen. Dein Körper kann Serotonin nicht von außen aufnehmen, sondern nur selbst bilden. Dafür benötigt er die Aminosäure L-Tryptophan, die in proteinreichen Lebensmitteln steckt.
Darüber hinaus werden weitere Faktoren diskutiert, die mit der Serotoninsynthese in Zusammenhang stehen. Dazu zählt zum Beispiel Vitamin D. Für die Einordnung sind deshalb immer das Gesamtbild, die Ernährung, der Lebensstil und bei anhaltenden Beschwerden auch die medizinische Abklärung wichtig.