9 Tipps bei Heuschnupfen

9 Tipps bei Heuschnupfen

Falls du zu der stetig wachsenden Anzahl an Pollen-Allergikern gehörst, dann weißt du, wie nervig Heuschnupfen ist. Die Erkrankung tritt saisonal oder das ganze Jahr über auf.

Plötzlich spielt das Immunsystem verrückt. Was du gegen Heuschnupfen tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Was sind die Symptome bei Heuschnupfen?

Plötzlich spielt das Immunsystem verrückt. Was du gegen Heuschnupfen tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Zu den Symptomen gehören häufig:

  • laufende Nase
  • verstopfte Nase
  • juckende Nase
  • Nasennebenhöhlen-Schmerz
  • Niesen
  • Husten
  • tränende Augen
  • rote Augen
  • juckende Augen
  • juckender Rachen
  • juckender Gaumen
  • juckende Haut

Die Symptome können langfristig auftreten, wenn Heuschnupfen unbehandelt bleibt.

Symptome können sich auch je nach Jahreszeit, Wohnort und Art deiner Allergien unterscheiden. Die Kenntnis dieser Faktoren kann helfen, dich besser auf deine Symptome vorzubereiten. Zum Beispiel:

  • Pollen von Bäumen blühen häufiger im Frühjahr
  • Gräser blühen dagegen eher im Sommer

Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, wie du die allergischen Reaktionen reduzieren kannst. Hier kommen neun Tipps gegen Heuschnupfen.

Tipp 1: Informiere dich über Blütezeiten 

Am besten kannst du Pollen aus dem Weg gehen, wenn du über die Blütezeit der verschiedenen Pollen informiert bist.

Dafür gibt es inzwischen sehr gute Apps. Sie zeigen dir, wo gerade welche Gräser blühen.

Der Heuschnupfen ist dadurch nicht weg. Aber du kannst ihm eher aus dem Weg gehen.

Tipp 2: Regelmäßiges Stoßlüften

Forscher der Technischen Universität München1 haben anhand von Birkenpollen herausgefunden, dass Stoßlüften die effektivste Lüftungs-Strategie ist, um drinnen die Pollenkonzentration so gering wie möglich zu halten. 

Durch regelmäßiges Stoßlüften kannst die Menge der Pollen minimieren, mit denen deine Schleimhäute in Kontakt kommen.

Beim Stoßlüften kommt es zudem auf das richtige Timing an. Am besten funktioniert es, wenn du genau dann lüftest, wenn die Pollenkonzentration in der Luft draußen möglichst niedrig ist.

Das ist in der Stadt eher früh morgens und auf dem Land spät abends:

  • In der Stadt: morgens lüften
  • Auf dem Land: abends lüften

Du solltest es so takten, dass du durch das Lüften möglichst wenig Pollen in die Wohnung hereinholst und gleichzeitig vielleicht sogar noch ein paar herauslässt. Mittags und nachmittags befinden sich die meisten Pollen in der Luft. In dieser Zeit solltest du Türen und Fenster besser geschlossen halten.

Tipp 3: Häufig sauber machen

Egal wie gut du es zu verhindern weißt, irgendwie werden Pollen immer den Weg nach drinnen finden. Damit sie sich dort gar nicht erst sammeln können, solltest du sie regelmäßig entfernen. In der Pollenzeit ist es sehr sinnvoll, etwas öfter sauberzumachen.

Der erste Schritt sollte regelmäßiges Fensterputzen sein, da viele Pollen an der Scheibe haften bleiben. Wenn du in der Pollenzeit öfter Fenster putzt, dann können weniger Pollen beim Stoßlüften den Weg nach drinnen finden.

Weiterhin solltest du die Oberflächen in der Wohnung nicht nur saugen, sondern auch nass wischen. Nur so kannst du möglichst viele Pollen entfernen. Fegen ergibt natürlich gar keinen Sinn, da du so nur die aggressiven Pollen aufwirbelst, anstatt sie zu entfernen. Also nutze den Staubsauger und denk daran den Filter öfter austauschen.

Tipp 4: Mit Kleidung aufpassen

Wer seine Kleidung trägt und sie dann ins Schlafzimmer legt, bringt sich damit auch die an der Kleidung haftenden Pollen in den Ruheraum.

Nachts lösen sie sich dann aus den Klamotten, fliegen im Zimmer umher und landen womöglich in deinen Atemwegen.

In der Pollenflugzeit draußen getragene Kleider müssen auch draußen bleiben.

Zumindest außerhalb deines Schlafzimmers. Ein häufiges Wechseln der Bettwäsche kann ebenfalls helfen.

Tipp 5: Pollen müssen draußen bleiben

Ein feinmaschiges Insektenschutznetz am Fenster kann verhindern, dass große Pollen in die Wohnung kommen können. Und noch sicherer wird es, wenn du ein spezielles Pollen-Fenstergitter anbringst, welches die Pollen draußen hält.

Für den Anfang würde es schon ausreichen, wenn du bei dir zu Hause ein pollenfreies Zimmer einrichtest. Ideal ist dafür das Schlafzimmer geeignet.

Dorthin kannst du dich dann zurückziehen, wenn du mal frische und pollenfreie Luft brauchst.

Tipp 6: Haare waschen

Haare wirken draußen wie ein Besen und kehren die Pollen aus der Luft.

Wer diese mit ins Bett nimmt, wird nachts mehr zu kämpfen haben.

Deshalb wasche lieber einmal mehr deine Haare. Am besten direkt abends vor dem Schlafengehen damit du die Pollen nicht in dein Schlafzimmer schleppst.

Tipp 7: Nasendusche ausprobieren

Wenn die Nase durch die Pollen wie verrückt juckt, kann eine Nasendusche helfen.

Verwende morgens und abends eine Nasendusche mit Kochsalzlösung. Diese reinigt die Schleimhäute und das Atmen fällt leichter.

Anfangs kann eine Nasendusche sich etwas unangenehm anfühlen, probiere es einfach mal aus.

Tipp 8: Luftbefeuchter verwenden

Installiere einen Luftbefeuchter oder stelle in deinen Räumen Gefäße mit Wasser auf. Die Luftfeuchtigkeit unterstützt trockene Schleimhäute und lindert Symptome.

Tipp 9: Ernährung berücksichtigen

Es gibt eine Reihe an Lebensmitteln, die dir gegen die lästigen Symptome helfen können, die allergische Entzündungsreaktion lindern und das Immunsystem beruhigen. Baue sie unbedingt in deinen Speiseplan ein!

  • Wasser hält die Schleimhäute schön feucht. Trinke deshalb über den Tag verteilt viel Wasser oder ungesüßten Tee. Alleine das kann sehr dabei helfen, deine Symptome zu lindern. Außerdem ist das Wassertrinken einer der besten Helfer gegen Kopfschmerzen. 
  • Brokkoli enthält große Mengen der antioxidativen Senfölglykosiden, die sich besonders positiv auf die Entzündungen in den Atemwegen auswirken. Zusätzlich enthält Brokkoli große Mengen Vitamin-C, was sich entzündungshemmend auswirken kann. Wichtig: Der Vitamin-C-Gehalt in Obst und Gemüse hängt stark von der Lagerung und Verarbeitung ab. Falls du es nicht täglich schaffst, mehrere Portionen Obst und Gemüse zu essen, um genügend Vitamin C aufzunehmen, kann es sehr hilfreich sein, auf ein hochdosierten Vitamin-C-Präparat zurückzugreifen. Vitamin C trägt außerdem zur Reduktion von Ermüdung bei. 
  • Petersilie hemmt die Ausschüttung des allergieauslösenden Histamins, also des Botenstoffs, der eine Entzündungsreaktion und damit eine Anschwellung deiner Schleimhäute hervorruft. Histaminreiche Lebensmittel wie Wurst, Käse, Bier oder Wein solltest du am besten meiden, da diese die Histaminausschüttung ankurbeln und somit die allergische Reaktion verstärken könnten.
  • Grünes Blattgemüse enthält viele Antioxidantien, Carotinoiden und allergiebekämpfende Pflanzenstoffe. Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für deine Darmflora, was sich dann ebenfalls positiv auf dein Immunsystem auswirkt. 
  • Algen, Wildlachs, Samen oder Nüsse sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren stärken die Immunabwehr und lassen Entzündungsvorgänge abklingen. Wenn du mehr darüber wissen willst, hör dir hier diesen Podcast an. Es gibt zum Thema Omega 3 etwas, dass du unbedingt wissen solltest: Pflanzenprodukte wie Walnüsse und Leinöl sind zwar Omega-3-Lieferanten, aber sie enthalten nur die sogenannte ALA-Fettsäure. Diese ist zwar die Vorstufe von den wichtigen Fettsäuren EPA und DHA, doch sie wird im Körper extrem schlecht zu EPA und DHA umgewandelt.⁠ Du musst also für gute Omega-3-Werte sehr große Mengen pflanzliches Omega 3 essen. Als Abkürzung für eine gute Omega-3-Versorgung rate ich deshalb jedem dazu, auf ein konzentriertes Omega-3-Produkt aus Fischöl oder Algenöl zurückzugreifen. Der wichtigste Tipp zum Thema gesunde Fette: Vermeide den Konsum von Pflanzenölen wie Distel-, Sonnenblumen- und Maiskeimöl. Sie sorgen für ein zuviel an Omega 6-Fetten, was dann Entzündungsreaktionen im Körper deutlich verstärken kann. 
  • Thymian, Salbei und Eukalyptus wirken stark schleimlösend. Nutze sie zum Würzen, zum Anreichern deines Tees oder in Salbenform für die Atemwege in der pollenreichen Zeit, um gegen die Schleimproduktion vorzugehen. 
  • Zwiebel und Knoblauch verfügen über eine Menge Quercetin, was eine ganz ähnliche Wirkung wie Antihistaminika hat und deshalb Entzündungen abschwellen lässt. 
  • Holunderbeeren enthalten viele Antioxidantien, Phytonährstoffe und Flavonoide, die sich auf die Entzündungsprozesse im Körper auswirken.




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    Indoor birch pollen concentrations differ with ventilation scheme, room location, and meteorological factors

Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich für den Informationsgebrauch und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen nicht als Aufforderung einer bestimmten (Nicht-) Behandlung einer Krankheit verstanden werden.

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