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Was hilft gegen Sonnenbrand? (5 Schritte zur Besserung)

Geschrieben von VitaMoment Team
Aktualisiert am

Du warst am Strand oder auf einer Wanderung unterwegs und trotz aller Vorsicht hast du dir einen Sonnenbrand eingefangen? Das kann recht lästig und schmerzhaft sein. Lies hier, welche fünf Schritte deine Schmerzen lindern und wie du die Regeneration deiner Haut in fünf Schritten am besten unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

Schritt 1: Eiskalt duschen

Kühlen lindert die Schmerzen und hilft deiner Haut dabei, sich zu erholen. Steige in die Dusche und brause dich kurz eiskalt ab. Bevor du zu dieser Maßnahme greifst, solltest du einige Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Wie stark ist dein Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut, die in verschiedenen Graden vorliegen kann. Hast du nur eine leichte Rötung, die sich heiß und unangenehm anfühlt, spricht man von Sonnenbrand ersten Grades. Hier helfen Hausmittel und du bist die Schmerzen bald wieder los. 

Kritischer wird es, wenn deine Haut Blasen bildet, in denen sich Wasser ansammelt. Du darfst diese Blasen auf keinen Fall öffnen und solltest einen Arzt aufsuchen, damit er dir hilft. Sind die Blasen bereits offen oder hast du Fieber, ist der Gang zum Arzt unvermeidlich. Er verschreibt dir entsprechende Medikamente und legt einen sterilen Verband an, der Sekundärinfektionen verhindert. Duschen und Kühlen mit Wasser ist bei offenen Wunden ebenfalls tabu.

Tipp: Hast du zusätzlich starke Kopfschmerzen oder ist dir übel? Das kann ein Anzeichen für einen Sonnenstich sein. Auch in diesem Falle gilt: auf zum Doktor!

Also aufpassen: 

  • Bei Blasenbildung, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber zum Arzt
  • Keine offenen Wunden mit Wasser kühlen
  • Hausmittel nur bei leichtem Sonnenbrand

Kühlung in Maßen, um eine Unterkühlung zu vermeiden

Achte beim Kühlen mit Wasser oder beim eiskalten Duschen darauf, dich nicht zu unterkühlen. Verwende Wasser mit einer Temperatur von ca. 20 °C und lasse es maximal fünf Minuten über die betreffenden Körperregionen laufen. Eispacks oder Kühlakkus als Hausmittel dürfen nur mit einer schützenden Zwischenschicht und für kurze Zeit aufgelegt werden. Du riskierst sonst Erfrierungen und schädigst deine Haut und das darunter liegende Gewebe noch mehr.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Kühlung mit 20 °C kaltem Wasser
  • maximal fünf Minuten kühlen
  • kein Eis direkt auf die Haut

Schritt 2: Mit After-Sun eincremen 

Durch einen Sonnenbrand verliert deine Haut Feuchtigkeit und wird spröde. Damit sie sich nicht schuppt oder zu sehr spannt, cremst du dich am besten mit einer After-Sun-Lotion ein. Das kannst du auch zum Vorbeugen machen, wenn du keinen Sonnenbrand hast. Es dient der Vorsorge und macht deine Haut schön geschmeidig.

After-Sun-Produkte können folgende Inhaltsstoffe aufweisen:

  • Wasseremulsion (wirkt kühlend)
  • Aloe Vera (lindert Entzündungen)
  • diverse Kräuterauszüge wie Kamille (Heilwirkung)
  • Öle oder Fette („schmieren“ deine Haut)
  • Parfüme und Zusatzstoffe
  • Dexpanthenol (wundheilungsfördernd und hydratisierend)

Tipp: Ist kein spezielles After-Sun-Produkt zur Hand, gehen auch eine normale Creme, Quark oder Naturjoghurt. Trage den Joghurt dünn auf und spüle ihn nach einiger Zeit wieder ab, bevor er antrocknet. 

Schritt 3: Schmerztablette einnehmen

Sind die Schmerzen so stark, dass du nicht schlafen kannst, ist eine Schmerztablette eine komfortable Lösung. Bevorzugt sind orale nichtsteroidale Entzündungshemmer. Sollte sich dein Zustand nicht zügig bessern, suche einen Arzt auf.

Folgende Schmerzmittel werden bei Sonnenbrand empfohlen:

  • Aspirin
  • Ibuprofen
  • Diclofenac

Die Einnahme dieser Mittel über längere Zeit kann schädliche Nebenwirkungen haben. Halte daher Rücksprache mit deinem Arzt, wenn du sie öfter benötigst.

Schritt 4: Ganz viel trinken

Viel trinken ist in jeder Lebenslage gut. Wenn du einen Sonnenbrand hast, ist diese Strategie noch wichtiger. Durch die Entzündungsprozesse verbraucht dein Körper mehr Flüssigkeit als sonst. Es kann zu einer Dehydrierung kommen, wenn du diese nicht auffüllst.

Trinke zum Vorbeugen gleichmäßig über den Tag verteilt:

  • zwei bis drei Liter klares Wasser, am besten ohne Sprudel
  • eventuell einen Mineraldrink, um deine Elektrolyte aufzufüllen
  • Saft oder Saftschorle
  • Tee ohne Zucker (als Alternative zum Wasser)

Tipp: Achte darauf, am besten Getränke ohne Zucker zu dir zu nehmen. Sie löschen den Durst besser und belasten dich nicht mit unnötigen Kalorien. Kaffee hat eine entwässernde Wirkung – er ist zum Hydrieren nicht geeignet.

Schritt 5: Erholung

Bist du immer in Action und magst keine Pausen? Bei einem Sonnenbrand solltest du sie dir auf alle Fälle gönnen, damit sich dein Körper erholen kann. Meide mindestens einen Tag die direkte Sonne und halte dich im Schatten, unter einem Dach oder in Innenräumen auf. Denke dabei daran, das Wasser die UV-Strahlung reflektiert. Auch Sonnenschirme aus normalem Stoff halten die Strahlen nur zu einem Teil ab. Der Platz am Pool oder am Strand kann lieber mal einen Tag warten, bis du dich wieder wohlfühlst.

Tipps für deine Erholung vom Sonnenbrand:

  • Schattenplätze suchen
  • lange Kleidung und Kopfbedeckung tragen
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen
  • Außentermine verschieben

Bist du wieder fit, kannst du den Aufenthalt im Freien aufs Neue unbeschwert genießen. Wenn du einem neuen Sonnenbrand vorbeugen möchtest, erinnere dich, was den letzten Fall verursacht hat. Es ist besser, sich ausreichend mit Sonnenschutzcreme und Kleidung zu schützen, als mühsam die roten Stellen mit Hausmitteln zu behandeln.

Denke daran, dass UV-Strahlung auch einen positiven Effekt auf deinen Organismus hat, da sie die Bildung von Vitamin D anregt. Falls du aufgrund von deinem Hauttyp starke Sun-Blocker benötigst oder dich wegen des Sonnenbrands länger drinnen aufhalten willst, sind Ergänzungsmittel für Vitamin D eine gute Idee. Sie können dabei helfen, einen möglichen Vitamin-D-Mangel auszugleichen.

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Eine im Journal of investigative dermatology1 veröffentlichte Studie konnte auch eine deutlich verbesserte Heilung des Sonnenbrands nachweisen, indem die Teilnehmer etwa eine Stunde nach dem Sonnenbrand Vitamin D einnahmen. Dabei ist anzumerken, dass die eingenommenen Mengen an Vitamin D in dieser Studie deutlich über der empfohlenen Tagesdosis der deutschen Gesellschaft für Ernährung lagen.

Fazit

Die Langzeitschäden von einem Sonnenbrand wirken sich auf die Haut aus und können im schlimmsten Fall Krebs verursachen. Besonders für Kinder gilt es, einen guten Sonnenschutz zu organisieren. 

Mögliche Auswirkungen durch zu viel UV-Strahlung:

  • DNA-Schäden
  • Schwächung des Immunsystems
  • Zelltod, vorzeitige Hautalterung, Krebs
  • Photoallergische und phototoxische Reaktionen
  • Augenschäden

Statte dich für Wanderungen, die Zeit im Garten oder am Strand mit einem guten Sonnenschutz aus. Beachte dabei, welchen Hauttyp du hast und welcher Lichtschutzfaktor sich für deine Bedürfnisse eignet. Statt Sunblockern eignen sich auch mechanische Sperren wie Kleidung, Sonnensegel oder ein UV-dichter Sonnenschirm. 

Ein Sonnenbrand ist zwar unangenehm, kann aber bei einer leichten Verbrennung gut mit Hausmitteln gelindert werden. Einen leichten Sonnenbrand bekommst du mit den fünf beschriebenen Schritten schnell wieder in den Griff.

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Oral Vitamin D Rapidly Attenuates Inflammation From Sunburn: An Interventional Study
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