Natürliche Warzenbehandlung: 5 Hausmittel gegen Warzen
Warzen wachsen an den Füßen besonders leicht. Denn die Viren lieben es warm und feucht. Doch auch an anderen Körperstellen können Warzen entstehen. Neben den Füßen sind vor allem die Hände oft betroffen. Kleinste Verletzungen reichen aus, damit die Viren in die Haut gelangen.
Zwar gehen Warzen nicht zwangsweise mit Schmerzen einher, dennoch möchten die meisten Betroffenen sie so schnell wie möglich wieder loswerden. Viele schämen sich für die Wucherungen, vor allem, wenn sie sehr präsent an der Hand wachsen.
Das Problem: Warzen sind oft sehr hartnäckig. Je tiefer sie wachsen bzw. je mehr sie sich ausbreiten, desto langwieriger ist die Behandlung. Bei unklaren, schmerzhaften oder hartnäckigen Hautveränderungen ist eine dermatologische Einordnung sinnvoll. Wir zeigen dir Hausmittel gegen Warzen und welche Möglichkeiten es noch gibt.
Zusätzlich kannst du im Alltag auf einige Punkte achten, um das Ansteckungsrisiko zu senken. Darüber hinaus können kleine Veränderungen im Alltag das Risiko senken, dass du dich mit Warzenviren ansteckst. Wir geben Tipps.
1. Was sind Warzen?
Bei Warzen handelt es sich um gutartige Hautwucherungen der oberen Hautschicht. Auslöser sind Viren, genauer Papillomaviren. Es gibt unterschiedliche Warzentypen. Besonders oft bilden sich Warzen an den Händen, Füßen und im Gesicht. Über kleinste Verletzungen der Haut gelangen die Erreger in den Körper. Dort regen sie die Produktion von Zellen an, die zu Hautveränderungen führen.
Kinder bekommen besonders oft Warzen
Kinder und Jugendliche bekommen deutlich häufiger Warzen als Erwachsene. Zum einen ist ihr Immunsystem noch nicht so ausgereift. Zum anderen haben sie öfter kleine Wunden. Wer in jungen Jahren bereits Warzen hatte, ist besonders anfällig dafür, dass sie sich auch im Erwachsenenalter bilden. Die Viren können Jahre lang im Körper schlummern.
So sehen Warzen aus
Warzen unterscheiden sich in ihrem Aussehen und dem Ort der Entstehung. Einige stehen hervor, andere sind flach. Sie können rot, braun, gräulich oder weiß sein. Manchmal ist die Oberfläche glatt, andere Warzen sind schuppig.
Es kann sein, dass du schwarze Punkte in den Warzen findest. Häufig werden sie als Wurzel oder Kern der Warze bezeichnet. Das ist aber falsch. Es handelt sich um kleine Blutgefäße, die im Laufe der Zeit gewachsen sind.
Die sechs häufigsten Warzenarten
Dornwarzen:
Sie bilden sich vor allem an den Fußsohlen. Da auf den Fußsohlen viel Gewicht lastet, wachsen sie nach innen. Dadurch können sie beim Stehen und Laufen sehr doll schmerzen. Die Warze ist flach und fühlt sich hart an. Oft bilden sich die charakteristischen schwarzen Punkte in der Mitte.
Gewöhnliche Warzen:
Diese Hautwucherungen verhornen und sind dadurch rau und schuppig. Gewöhnliche Warzen entstehen vor allem am Handrücken sowie an den Fingern und Füßen. Sie können eine Größe von einer Erbse annehmen.
Flachwarzen:
Diese Warzen sind sehr klein und flach. Sie haben eine raue Oberfläche und sind gräulich bis gelblich. Flachwarzen entstehen primär im Gesicht, an den Händen oder an den Unterarmen.
Mosaikwarzen:
Sie breiten sich vor allem an den Fußsohlen aus – häufig auch großflächiger. Ihre Farbe ist weißlich. Im Gegensatz zu Dornwarzen wachsen sie flacher, wodurch sie beim Gehen oder Stehen nur selten schmerzen.
Pinselwarzen:
Diese Warzenart macht sich im Gesicht breit. Daher empfinden viele Betroffene sie als besonders störend. Sie sehen fransig aus und sind schmal.
Feigwarzen:
Sie treten nur im Genitalbereich auf und sind sexuell übertragbar. Die Behandlung ist eine andere als bei den anderen Arten. Hautveränderungen im Genitalbereich solltest du immer ärztlich abklären lassen. Daher gehen wir auf die Feigwarzen in diesem Artikel nicht näher ein.
Alterswarze:
Außerdem gibt es noch die Alterswarzen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine klassische Warze, da sie nicht durch Viren entsteht. Alterswarzen sind gutartige Tumore, die sich am Oberkörper, auf den Handrücken, im Gesicht und an der Vorderseite der Arme bilden. Die Wahrscheinlichkeit für Alterswarzen steigt ab dem 40. Lebensjahr. Daher auch der Name: Alterswarze.
Diese Beschwerden können bei Warzen auftreten
In den meisten Fällen verursachen Warzen keine Beschwerden. Es gibt aber auch Warzen, die schmerzhaft sind – vor allem dann, wenn sie an den Fußsohlen wachsen. Einige jucken auch oder du spürst ein Druck- oder Spannungsgefühl.
Was bei Warzen oft viel stärker überwiegt, ist die psychische Belastung. Warzen sind ein Tabuthema, viele empfinden sie als unansehnlich. Wachsen sie an den Händen oder im Gesicht, ist die Scham besonders groß. Betroffene wünschen sich daher oft nichts Sehnlicheres, als die Warzen zu entfernen.
Wir stellen dir in Abschnitt 4 Hausmittel gegen Warzen vor. In Abschnitt 5 zeigen wir, wie du die Hautveränderungen schulmedizinisch behandeln kannst.
2. Das fördert die Entstehung von Warzen
Die folgenden Faktoren erhöhen das Risiko, dass du dich mit Papillomaviren ansteckst.
Risikofaktoren für Warzen im Alltag
Menschen unterscheiden sich darin, wie anfällig ihre Haut für kleine Verletzungen und das Eindringen von Erregern ist. Haben sich Warzen gebildet, erweisen sie sich zudem teils als besonders hartnäckig.
Begünstigend wirken unter anderem Stress, psychische Belastungen, bestimmte Medikamente, wenig Schlaf, Rauchen und Alkohol. Auch die allgemeine Hautsituation und kleine Verletzungen können eine Rolle spielen.
Weitere Risikofaktoren für Warzen
Neben einem schwachen Immunsystem gibt es weitere Faktoren, die die Entstehung von Warzen fördern. Warzen lieben es feucht und warm. Besonders leicht steckst du dich daher in Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen an. Warzenviren können sich auf den Böden tummeln. Läufst du barfuß über den Boden, kannst du dich infizieren.
Auch wenn du berufsbedingt häufig feuchte Hände hast, steigt das Risiko, dass du dich mit den Erregern ansteckst. Nicht zuletzt spielt die genetische Veranlagung eine Rolle.
3. Prävention: So kannst du Warzen vermeiden
Die Behandlung von Warzen ist oft langwierig. Häufig halten sie sich hartnäckig und kommen immer wieder. Am besten steckst du dich daher erst gar nicht mit den Erregern an.
Alltagstipps zur Verringerung des Ansteckungsrisikos
Damit du das Risiko einer Ansteckung verringerst, lohnt sich ein Blick auf einfache Gewohnheiten im Alltag. Ernähre dich ausgewogen, schlafe ausreichend, reduziere Stress und beweg dich regelmäßig. Ebenso wichtig sind sorgfältige Hygiene und ein achtsamer Umgang mit gemeinsam genutzten Flächen.
Weitere Tipps für ein starkes Immunsystem findest du hier:
Wir zeigen dir umfassende Tipps, wie du dein Immunsystem sofort stärken kannst und Erkältungen vorbeugst.
Jetzt lesenWeitere Tipps zur Warzen-Prävention:
- Teile keine Handtücher, Schuhe, Socken und Handschuhe mit anderen.
- Trage in Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen immer Badelatschen bzw. Schuhe.
- Kratze nicht an der Warze. So beschädigst du die Warze und es tritt Flüssigkeit aus. Sie ist voller Viren. Gelangt sie auf andere Hautstellen, können sich weitere Warzen bilden.
- Halte deine Füße trocken und wechsel die Socken täglich.
- Spare die Warze beim Eincremen aus. So vermeidest du, dass sich Viren weiter verteilen.
- Teile Gegenstände wie Rasierer, Nagelscheren und Nagelfeilen sowie Bimssteine nicht mit anderen Menschen.
4. Fünf Hausmittel gegen Warzen
Die meisten Warzen gehen von alleine weg. Das kann jedoch sehr lange dauern – bis zu mehreren Monaten oder sogar mehreren Jahren. Wie lange das dauert, kann sehr unterschiedlich sein. Jetzt zeigen wir dir, welche Hausmittel gegen Warzen traditionell genutzt werden.
Hausmittel 1 gegen Warzen: Klebeband
Manche Menschen decken die Warze über mehrere Tage mit Klebeband ab. Anschließend wird die darunterliegende Haut mit lauwarmem Wasser aufgeweicht und die oberste Hautschicht vorsichtig abgetragen. Ob diese Methode im Einzelfall sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen.
Hausmittel 2 gegen Warzen: Knoblauch
Knoblauch wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt. Manche Menschen schneiden frischen Knoblauch auf und tragen ihn vorsichtig auf die betroffene Stelle auf. Wenn die Haut gereizt reagiert, solltest du die Anwendung beenden.
Hausmittel 3 gegen Warzen: Schöllkraut
Das Schöllkraut ist auch als Warzenkraut bekannt. Es besitzt einen milchigen Saft, ähnlich wie Löwenzahn. Es wird traditionell in diesem Zusammenhang genutzt. Trage solche Mittel nicht unkritisch auf empfindliche oder gereizte Haut auf. Im Sommer kannst du Schöllkraut direkt aus der Natur verwenden. Alternativ gibt es Schöllkraut-Tinkturen in der Apotheke.
Hausmittel 4 gegen Warzen: Apfelessig
Apfelessig wird als klassisches Hausmittel häufig genannt. Manche Menschen tragen ihn vorsichtig mit einem Wattepad auf die betroffene Stelle auf. Da Essig die Haut reizen kann, solltest du bei Brennen oder Rötungen besonders vorsichtig sein.
Hausmittel 5 gegen Warzen: Zitronensaft
Manche Menschen tupfen Zitronensaft vorsichtig mit einem Wattestäbchen auf die betroffene Stelle und decken sie anschließend ab. Auch hier gilt: Reagiert die Haut gereizt, solltest du die Anwendung nicht fortsetzen.
Hausmittel sind nicht für alle Hautveränderungen geeignet
Ob Hausmittel sinnvoll sind, hängt immer auch von der Art der Hautveränderung ab. Nicht jede Methode passt zu jeder Stelle am Körper, und nicht jede Haut reagiert gleich.
Wenn du keine Besserung merkst oder unsicher bist, wende dich an eine Dermatologin oder einen Dermatologen. Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir schulmedizinische Möglichkeiten der Warzenbehandlung und Warzenentfernung.
5. Warzen mit Hilfe von Schulmedizin entfernen
Manchmal sind Warzen so hartnäckig, dass du mit Hausmitteln keinen gewünschten Erfolg hast. Wenn die Warzen dich sehr stören oder schmerzhaft sind, empfehlen wir dir, ärztlichen Rat zu suchen. Es gibt zwei gängige Methoden zur Warzenbehandlung:
Warzenentfernung mit Salicylsäure-Lösungen
Die Salicylsäure-Lösung trägst du über mehrere Wochen auf die Warzen auf. Sie löst die verhornte Haut auf. Auf diese Weise kannst du die Warze Schicht für Schicht abtragen. Es ist wichtig, dass du die Lösungen nur auf die Warze aufträgst, da sie die umliegende Haut reizt.
Warzenentfernung durch Vereisung
Bei diesem Verfahren tragen Ärztinnen bzw. Ärzte flüssigen Stickstoff auf die Warze auf. Der Stickstoff ist sehr kalt und zerstört die Zellen in der oberen Hautschicht. Die Warze wird auf diese Weise mehrmals behandelt, so lange, bis sie vollständig abgeheilt ist. Nach der Vereisung ist der Bereich oft gerötet und kann anschwellen. Es kann sich auch eine Blase bilden. Die Kälte verursacht bei vielen Menschen einen kurzen, stechenden Schmerz.
Keine Warzenbehandlung auf eigene Faust
Tinkturen mit Salicylsäure gibt es frei verkäuflich in der Apotheke. Auch spezielle Sprays zum Vereisen kannst du ohne Rezept kaufen. Wir empfehlen dir jedoch, vor der Behandlung ärztlichen Rat einzuholen. Sie oder er kann am besten einschätzen, welche Warzenbehandlung für dich am besten geeignet ist.
Außerdem bekommst du genau erklärt, wie du bei der Behandlung vorgehen musst. Davon hängt der Behandlungserfolg ab. Bleiben Viren zurück, bildet sich die Warze neu.
6. Fazit
Fast jeder Mensch hat sie irgendwann einmal in seinem Leben: eine Warze. Dabei handelt es sich um harmlose Hautwucherungen. Auslöser sind Papillomaviren, die über kleine Verletzungen in die Haut eindringen.
Im Alltag kannst du einige Maßnahmen beachten, um das Risiko einer Ansteckung zu senken. In diesem Beitrag haben wir dir nützliche Tipps an die Hand gegeben, mit denen du den Umgang mit Warzen besser einordnen kannst.
Doch was ist, wenn die Warze schon da ist? Wie lassen sich Warzen entfernen?
Wir haben dir fünf Hausmittel gegen Warzen vorgestellt. Vor allem bei empfindlicher, gereizter oder unklarer Haut gilt: Sei vorsichtig und beobachte genau, wie deine Haut reagiert.
Nicht immer lassen sich Hautveränderungen zu Hause sinnvoll einschätzen. Dann kann eine Behandlung mit Salicylsäure eine Möglichkeit sein. Auch das Vereisen ist eine Therapiemöglichkeit.