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Grauer Star vorbeugen: 6 Tipps gegen Katarakt

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.

Bei der Augenerkrankung Grauer Star trübt sich die Augenlinse über einen längeren Zeitraum ein. Sie wird auch als Katarakt (Wasserfall) bezeichnet, was sich aus dem Griechischen herleitet, da die Trübung an Stromschnellen eines Wasserfalls erinnert.

Grauer Star: Das Wichtigste in Kürze

  • Grauer Star, auch Katarakt genannt, beschreibt eine Trübung der Augenlinse, die das Sehvermögen im Alltag nach und nach beeinträchtigen kann.
  • Im Artikel geht es um mögliche Risikofaktoren wie Ernährungsgewohnheiten, Rauchen und hohe UV-Belastung.
  • Wir zeigen dir, welche alltagsnahen Maßnahmen in diesem Zusammenhang häufig genannt werden, etwa viel Obst und Gemüse, Rauchverzicht und UV-Schutz.
  • Beobachtungsstudien liefern interessante Hinweise, erklären aber nicht jeden Zusammenhang abschließend. Deshalb lohnt sich ein sachlicher Blick auf das Gesamtbild.
  • Eine bewusste Lebensweise kann ein sinnvoller Baustein sein, wenn du deine Augengesundheit im Alltag unterstützen möchtest.

Durch das abnehmende Sehvermögen sind Betroffene stark einschränkt, wodurch die Lebensqualität gemindert wird. Für die Entstehung der Katarakt gibt es verschiedene Gründe. Unter anderem werden in diesem Zusammenhang Ernährungsgewohnheiten und Rauchen diskutiert. Die Krankheit ist zwar oft bei älteren Menschen ein Thema, aber deshalb ist Prävention besonders wichtig. Hier sind unsere Tipps dafür.

Tipp 1: Obst und Gemüse essen

Vorbeugen ist bei der Katarakt das Mittel der Wahl – und zwar zum Beispiel durch Obst und Gemüse.

Untermauert wird das durch eine Studie, die das King’s College in London auf den Weg gebracht hat. Dabei wurden 324 weibliche Zwillingspaare über zehn Jahre lang beobachtet und die Linse beider Zwillinge immer wieder mit Fotos dokumentiert. Am Ende der Studie waren die Forscher zu erstaunlichen Ergebnissen gelangt.

Sie hatten herausgefunden, dass diejenigen Teilnehmerinnen, die mehr Obst und Gemüse zu sich genommen hatten als der andere Zwilling, auch ein Drittel weniger von Linsentrübungen betroffen waren.

Diesen wichtigen Punkt erklärten die Forscher folgendermaßen: Die Flüssigkeit, die die Linse im Auge umgibt, ist reich an Vitamin C. Wer also weniger Vitamin C in Form von Obst und Gemüse zu sich nimmt, bei dem hat auch die Flüssigkeit weniger Vitamin C zur Verfügung. Dieser Zusammenhang wurde in der Studie als möglicher Erklärungsansatz für die beobachteten Unterschiede beschrieben.

Tipp 2: Vegetarisch oder sogar vegan ernähren

Eine weitere wichtige Strategie bei der Prävention von Katarakt kannst du ebenfalls über die Ernährung erreichen.

Und zwar indem du dich vegetarisch oder sogar vegan ernährst. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie , bei der die Daten von 27.670 Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgewertet wurden. An der Studie waren dabei sowohl Menschen beteiligt, die Fleisch essen als auch Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren.

In den Beobachtungsdaten zeigte sich: Bei Veganern war das Risiko, eine Katarakt zu entwickeln, geringer als bei Fleischessern, die mehr als 100 Gramm Fleisch pro Tag zu sich nahmen. Auch bei Vegetariern und Pescetariern zeigte sich in der Auswertung ein geringeres Risiko.

Was der genaue Grund für diese Zahlen ist, konnte die Studie nicht final klären. Die britischen Forscher vermuten aber, dass es an der insgesamt gesünderen Ernährung von vegan oder vegetarisch lebenden Menschen liegen könnte.

Tipp 3: Kohlenhydrate reduzieren

Eine hohe Zufuhr an (schlechten und langkettigen) Kohlenhydraten kann problematisch sein. Sie stehen im Zusammenhang mit Glykierungsprozessen, bei denen Zucker mit Eiweißstrukturen reagiert, was auch die Augenlinse betreffen kann.

Wenn nun eine sehr hohe Zufuhr an Kohlenhydraten stattfindet, dann können sich im Auge Veränderungen begünstigen, die der Körper nur schwer abbauen kann. Diese Veränderungen können die Transparenz der Linse beeinträchtigen. Das ist der Grund, warum du im Idealfall auch Kohlenhydrate reduzieren solltest.

Tipp 4: Mit dem Rauchen aufhören

Rauchen entzieht dem Körper wertvolle Vitamine und ist natürlich insgesamt schädlich, damit erzählen wir dir nichts Neues. Aber wusstest du auch, dass Rauchen speziell für deine Augen sehr schädlich sein kann? Gründe gibt es dafür mehrere.

Einer von ihnen ist die Tatsache, dass Raucher verschiedene Giftstoffe verstärkt aufnehmen, die die Zellen im Körper schädigen. Das gilt auch für die besonders sensiblen Zellen im Auge.

Ein weiteres Problem mit dem Zigarettenrauch ist, dass er den Tränenfilm des Auges angreift und dafür sorgt, dass das Auge trockener wird. Auch das kann sich ungünstig auf das Auge auswirken.

Und zu allem Übel sorgt Nikotin außerdem dafür, dass Adern sich verengen und nicht zuletzt auch das Auge schlechter durchblutet wird. Alle diese Punkte sind also ungünstig für das Auge – deshalb: wenn möglich, besser aufhören.

Tipp 5: In eine gute Sonnenbrille investieren

Nun wird es ein wenig medizinischer. In deinem Auge befindet sich im hinteren Bereich der Netzhaut ein Areal, das als Makula oder auch Gelber Fleck bezeichnet wird. In der Mitte der Makula ist der Punkt des schärfsten Sehens (Fovea centralis) lokalisiert. Er ist wichtig, damit du beispielsweise scharf lesen und Mimik und Gesichtszüge anderer Menschen erkennen kannst.

In diesem Areal sind außerdem die beiden Pigmente Lutein und Zeaxanthin eingelagert. Diese Farbpigmente übernehmen eine sehr wichtige Aufgabe in deinem Auge. Denn sie sind dafür verantwortlich, kurzwelliges Licht zu filtern und wirken auf diese Weise ungefähr wie eine in dein Auge integrierte Sonnenbrille.

Außerdem tragen sie dazu bei, lichtbedingte Belastungen der Zellen im Auge zu begrenzen. Das Problem hierbei ist: Ab dem 40. Lebensjahr nimmt der Anteil dieser beiden Pigmente ab, was dazu führt, dass die Augen beispielsweise stärker auf UV-Strahlung reagieren können und die Makula empfindlicher auf solche Einflüsse reagiert.

Aus genau diesem Grund empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte das Tragen einer geeigneten (also UV-Strahlung filternden) Sonnenbrille. Und das übrigens nicht erst ab dem 40. Lebensjahr, wie man vielleicht jetzt denken könnte. Sondern bereits ab dem Kindesalter, damit du einer Schädigung des Auges schon so früh wie möglich entgegenwirken kannst.

Tipp 6: Auf eine ausgewogene Ernährung achten

Bei der Prävention von Katarakt ist es besonders wichtig, Belastungsfaktoren für die Zellen im Blick zu behalten.

Oxidativer Stress bedeutet vereinfacht, dass eine Zelle mit ihrer Aufgabe des Entgiftens und der Reparatur überfordert ist. Die Ursache hierfür ist, dass ein Ungleichgewicht zwischen oxidativen Stoffwechselprodukten und körpereigenen Schutzmechanismen herrscht.

Dadurch entstehen Schäden in der Zelle, durch die die Zelle nach und nach umgebaut wird und im schlimmsten Fall ihre Funktion einbüßt. Und das gilt es zu verhindern – zum Beispiel durch alltagsnahe Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung, den Verzicht auf Rauchen und einen bewussten Umgang mit UV-Strahlung.

Wir hoffen, dass wir dir mit unserem Beitrag einen guten Überblick über den Themenkomplex geben konnten und freuen uns, wenn wir dich bei unserem nächsten Beitrag hier wiedersehen.

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