Frau benutzt ein Asthma-Spray

Wie du Asthma-Symptome natürlich behandelst

Du bekommst seit einiger Zeit phasenweise schwerer Luft und musst besonders morgens ständig husten? 

Vielleicht steckt hinter deinen Symptomen ein hartnäckiger Atemwegsinfekt. Doch du fühlst dich ansonsten fit und nicht erkältet. Womöglich leidest du auch unter einer (Pollen-)Allergie. Diese zeigt sich allerdings überwiegend mit Beschwerden im Nasennebenhöhlenbereich.

Du fragst dich, ob der Grund für deine Beschwerden Asthma sein kann? In diesem Artikel zeigen wir dir auf, welche Symptome mit der Erkrankung einhergehen. Du erfährst außerdem, was genau Asthma ist, wie es entsteht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. 

Wichtig zu wissen: Die ständigen Entzündungen deiner Atemwege schwächen zusätzlich dein Immunsystem. Fängst du dir eine Erkältung ein, nehmen Asthmaanfälle zu und können deutlich schwerer ausfallen. 

Um dein Abwehrsystem grundsätzlich zu stärken, empfehlen wir dir unseren VitaMoment Immunkomplex. Das darin enthaltene Ashwagandha ist in der Lage, deine Immunzellen zu aktivieren. 

Auch wenn Asthma nicht heilbar ist, so bist du nicht machtlos. Neben Medikamenten gibt es viele Maßnahmen, mit denen du die Symptome natürlich lindern kannst. Lies weiter, um mehr zu erfahren.

1. Wie merkt man, dass man Asthma hat?

Du wachst nachts seit mehreren Wochen wegen anhaltendem trockenem Reizhusten auf? Auch morgens nach dem Aufstehen hält er an? Zudem bist du stark verschleimt? Diese Beschwerden können ein Hinweis auf ein entstehendes Asthma bronchiale sein. Es beginnt bei Erwachsenen oft mit diesen klassischen Bronchitis-Symptomen.

Typische Asthma-Symptome

Neben Reizhusten und verschleimten Bronchien gibt es eine ganze Reihe weiterer Beschwerden, die typisch für Asthma sind. 

Wenn du folgende Fragen mehrheitlich mit “Ja” beantworten kannst, leidest du möglicherweise unter Asthma bronchiale.

  • Hast du öfter das Gefühl, schwer Luft zu bekommen?
  • Verspürst du ein Engegefühl hinter deinem Brustbein?
  • Hörst du pfeifende oder rasselnde Atemgeräusche?
  • Tritt die Luftnot besonders dann auf, wenn du dich anstrengst oder Sport treibst?
  • Verändern sich deine Beschwerden? Werden sie beispielsweise an bestimmten Orten oder unter bestimmten Bedingungen schlimmer? 

Wichtig zu wissen ist, dass nicht bei allen Betroffenen die Symptome gleich stark auftreten. Einige haben mehrere Symptome gleichzeitig, andere leiden unter einzelnen Beschwerden. Zudem treten sie meist anfallsartig auf.

So zeigt sich ein Asthmaanfall

Kommst du in Kontakt mit ganz bestimmten Reizen, kann das einen akuten Asthmaanfall auslösen. Dabei verengen sich deine Bronchien. Deine Schleimhäute schwellen an und es bildet sich zäher Schleim in den Bronchien. Dadurch verstärken sich die oben geschilderten Symptome wie Luftnot und Engegefühl in der Brust ganz plötzlich. Hinzu kommt starker Husten. Er ist die Reaktion deines Körpers, um den Schleim auf den Bronchien abzutransportieren. 

Besonders das Ausatmen fällt dir dann schwer. Häufig ist zudem ein pfeifendes Atemgeräusch zu hören. Viele bekommen Herzrasen und können nicht mehr sprechen.

Je stärker der Asthmaanfall ist, desto größer ist bei den Betroffenen die Angst, nicht ausreichend Luft zu bekommen. Viele verfallen in Panik, wodurch die Atemnot noch weiter zunimmt.

Es gibt vier Asthma-Schweregrade

  • Schweregrad I: Du leidest unter leichtem Asthma und hast gelegentlich Husten und leichte Atemnot. Die Beschwerden treten höchstens einmal in der Woche auf, nachts seltener als zweimal im Monat. 
  • Schweregrad II: Bei dieser Form des leichten Asthmas treten die Beschwerden tagsüber einmal in der Woche auf. Nachts hast du öfter als zweimal im Monat Husten und leichte Atemnot. 
  • Schweregrad III: Beim mittelschweren Asthma leidest du täglich unter den Beschwerden. Nachts hast du sie mindestens einmal in der Woche. 
  • Schweregrad IV: Die Beschwerden beim schweren Asthma sind ständig und nehmen in der Nacht zu. Deine Lebensqualität ist stark eingeschränkt.

Unser Rat: Wenn du den Verdacht hast, unter Asthma bronchiale zu leiden, suche bitte deine Ärztin oder deinen Arzt auf. Denn bleibt Asthma unbehandelt, schreitet die Krankheit immer weiter voran.

2. Was ist Asthma?

Asthma – oder auch Asthma bronchiale genannt – geht mit Entzündungen der Atemwege einher. Bei Kindern ist sie die häufigste chronische Erkrankung. Rund vier Prozent leiden darunter. Unter den Erwachsenen sind etwa sechs Prozent von Asthma betroffen (vgl. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)1).

Charakteristisch für die Krankheit sind Asthmaanfälle, die durch ganz bestimmte Reize ausgelöst werden. Mehr dazu erfährst du im nächsten Abschnitt. 

Häufige Risikofaktoren für Asthma

Warum einige Menschen Asthma bekommen, ist noch nicht gänzlich geklärt. Was bekannt ist, ist, dass sowohl die Gene als auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Wenn deine Eltern zum Beispiel Asthma haben, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich auch bei dir die Krankheit entwickelt. 

Ein weiteres Risiko sind allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen. Manchmal werden Allergien vererbt. Einige brechen  jedoch auch unabhängig davon aus, ob die Eltern bereits ebenfalls unter Allergien leiden. 

Auch Rauchen und Passivrauchen zählen zu den Risikofaktoren. Bei einigen Menschen entsteht Asthma zudem im beruflichen Kontext. Zum Beispiel, wenn sie über eine längere Zeit bestimmten Chemikalien ausgesetzt sind. 

Asthma verläuft sehr unterschiedlich

Oft zeigt sich Asthma das erste Mal im Kindesalter. Theoretisch kann Asthma aber in jedem Lebensalter auftreten – auch im Erwachsenenalter. 

Die Krankheit verläuft zudem sehr unterschiedlich. Einige leiden ihr ganzes Leben unter Asthma. Bei anderen kommt die Krankheit in Schüben. Es kann sogar sein, dass die Beschwerden (phasenweise) ganz verschwinden. Doch auch das komplette Gegenteil ist möglich. Bei einigen Menschen verstärkt sich das Asthma mit zunehmendem Alter. 

Wie sich Asthma entwickelt, hängt stark von der Behandlung ab und wie du selbst mit der Krankheit umgehst.

3. Warum kommt es zu einem Asthmaanfall?

Gerade hast du dich noch total gut gefühlt. Doch plötzlich überkommt dich die Atemnot? Wie du bereits erfahren hast, sind diese Anfälle ganz typisch für Asthma. Doch warum kommt es überhaupt zu den Asthmaanfällen?

Entzündungen machen die Bronchien empfindlich

Bei Asthma bronchiale sind deine unteren Atemwege dauerhaft entzündet. Das sorgt für eine Überempfindlichkeit deiner Bronchien gegenüber Reizen.

Kommen sie mit einem ganz bestimmten Reiz in Kontakt, reagiert dein Immunsystem mit einer heftigen Abwehrreaktion – dem Asthmaanfall. Deine Bronchien verengen sich und deine Schleimhäute schwellen an. Zudem bildet sich zäher Schleim in deinen Bronchien.

Typische Reize, die Asthmaanfälle auslösen

Es gibt ganz unterschiedliche Auslöser, die Asthmaanfälle triggern. In der Medizin wird unterschieden zwischen Reizen für allergisches Asthma, für nicht-allergisches Asthma und für alle Asthma-Formen.

Allergisches Asthma: 

Hier kommen die Auslöser von außen. Welche Trigger Asthmaanfälle auslösen, ist individuell. Die einen reagieren auf Tabakrauch, andere auf Pollen oder Tierhaare. Auch Parfüm, Drogerieartikel wie Deo oder Haarspray, Abgase, Chemikalien, die Ausscheidungen von Hausstaubmilben und bestimmte Nahrungsmittel können bei dir einen Asthmaanfall provozieren. Gleiches gilt für bestimmte Medikamente, zum Beispiel Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure.

Nicht-allergisches Asthma: 

Auslöser sind Reize aus dem Körper. Typische Trigger sind Virusinfektionen und bakterielle Infekte.

Alle Asthma-Formen: 

Es gibt unspezifische Reize, die bei dir einen Asthmaanfall auslösen können. Zum Beispiel Atemwegsinfektionen, körperliche Anstrengung, viel Stress oder Kälte.

Wichtig: Häufig ist es nicht der eine Auslöser, der einen Asthmaanfall auslöst. Es ist vielmehr eine Mischung aus inneren und äußeren Faktoren.

Atemwegsinfekte können Asthma verschlechtern

Fängst du dir eine Erkältung ein, sind dafür in der Regel sogenannte Rhinoviren verantwortlich. Die Symptome einer Erkältung sind lästig, aber für gesunde Menschen in der Regel nicht gefährlich. Ganz anders kann das bei einer Asthmatikerin oder einem Asthmatiker aussehen.

Laut einer Studie2 kurbelt das Rhinovirus die Produktion des Signalstoffs Interleukin-25 in ganz bestimmten Zellen der Lunge an. Dieser löst eine Art allergische Reaktion aus. Es kann zu schweren Asthmaschüben und -anfällen kommen, die sogar lebensbedrohlich sein können. Das gilt für allergisches und nicht-allergisches Asthma gleichermaßen.

Zudem sorgt Interleukin-25 dafür, dass dein Körper weitere Signalstoffe produziert, die Entzündungen fördern.

Immunpower: Ashwagandha

Ein gutes Immunsystem hilft dir, das Risiko für Erkältungen zu senken. Unser VitaMoment Immunkomplex versorgt dich mit wichtigen Mikronährstoffen für starke Abwehrkräfte. Es enthält unter anderem die Heilpflanze Ashwagandha, die die Aktivität deiner weißen Blutkörperchen fördert. Diese wiederum sind für ein starkes Immunsystem von Bedeutung. 

Guter Booster für das Immunsystem.

Super einfach zum Anwenden. Fühle mich gut mit dem Präparat.

4. Wie stellen Ärzte die Diagnose Asthma?

Bei einigen Krankheiten sind die Symptome so eindeutig, dass Ärztinnen und Ärzte anhand dessen bereits die Diagnose stellen können. Etwa bei einer Blasenentzündung. Anders sieht es bei Asthma aus. Hinter Atemnot, Engegefühl in der Brust und Reizhusten können auch andere Erkrankungen stecken. 

In der nationalen Versorgungsleitlinie Asthma3 ist daher genau festgelegt, wie Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnostik von Asthma vorgehen sollen.

Schritt 1: Anamnese

Die Ärztin oder der Arzt führt eine ausführliche Anamnese durch. Sie oder er fragt dich nach deinen Beschwerden und wann sie auftreten. Beispielsweise, ob du sie nur zu bestimmten Tages- oder sogar Jahreszeiten hast. Oder ob die Beschwerden in bestimmten Situationen beziehungsweise an bestimmten Orten zunehmen, etwa bei körperlicher Belastung oder bei der Arbeit. 

Ebenfalls von Interesse ist, ob du Erkrankungen hast, die die Entstehung von Asthma begünstigen können. Dazu zählen zum Beispiel COPD, Adipositas oder Krankheiten der oberen Atemwege. Zudem informiert sich die Ärztin oder der Arzt darüber, ob jemand in der Familie Asthma oder Allergien hat.

Schritt 2: Körperliche Untersuchung

Nach der Anamnese untersucht dich die Ärztin oder der Arzt körperlich. Sie oder er hört unter anderem deine Lunge ab und achtet auf Atemgeräusche wie Pfeifen und Brummen. Zudem beobachtet sie oder er deine Atemfrequenz. Langes Ausatmen kann auf Asthma hinweisen.

Schritt 3: Lungenfunktionsprüfung

Um die Lungenfunktion zu messen, erfolgt eine sogenannte Spirometrie. Das ist ein kleiner Lungenfunktionstest. Die Ärztin oder der Arzt bestimmen Parameter, die Aufschluss darüber geben, ob du Probleme beim Ein- oder Ausatmen hast.

Schritt 4: Reversibiltätstest

Hinter Husten, Atemnot und einer eingeschränkten Lungenfunktion können auch andere Krankheiten der Atemwege oder eine Lungenerkrankung stecken. Zum Beispiel chronischer Husten/Bronchitis, Mukoviszidose und COPD. Um andere Krankheiten auszuschließen, folgt ein Reversibilitätstest.

Dabei überprüft die Ärztin oder der Arzt, ob sich deine Lungenfunktion durch ein bronchienerweiterndes Medikament verbessert. Ist das der Fall, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du Asthma hast.

Schritt 5: Weitere Tests und Untersuchungen

Manchmal stellt sich während der Spirometrie auch heraus, dass deine Lungenfunktion nicht eingeschränkt ist. Dennoch sprechen die Symptome für Asthma. Mit einem Provokationstest können Ärztinnen und Ärzte feststellen, ob tatsächlich Asthma die Ursache für deine Beschwerden ist. 

Es gibt unterschiedliche Varianten. Bei einem inhalativen Provokationstest atmest du bestimmte Allergene aus der Luft oder Metacholin ein. Metacholin ist ein Arzneimittel, das die Bronchien verengt. Löst bereits die niedrigste Dosis eine Reaktion aus, spricht das für Asthma.

Um andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen, erfolgt zudem ein Röntgen deines Brustkorbes.

Besteht der Verdacht, dass du unter allergischem Asthma leidest, führt deine Ärztin oder dein Arzt ein Allergietest durch. Damit lassen sich die Allergene ausfindig machen, die bei dir den Asthmaanfall auslösen.

5. Wie wird Asthma behandelt?

Asthma bronchiale ist nicht heilbar. Viele Patientinnen und Patienten machen sich daher Sorgen, dass sich die Erkrankung auf die Lebenserwartung auswirkt. Sie fragen sich: Wie lange kann man mit Asthma leben? Treibt dich diese Frage auch um? 

Wir können dich beruhigen. Wenn dein Asthma gut behandelt ist, entspricht deine Lebenserwartung die eines gesunden Menschen. Denn mit einer frühen Diagnose und der richtigen Langzeittherapie lässt sich Asthma gut behandeln.

Für die Behandlung kommen medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen zum Einsatz. Sie haben das Ziel:

  • Symptome und Anfälle zu reduzieren.
  • Beeinträchtigungen der psychischen und psychischen Gesundheit zu vermeiden.
  • Dir zu ermöglichen, aktiv am Leben teilzunehmen.

Gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt erarbeitest du die optimale Therapie für dich. Die hängt von der Schwere des Asthmas, aber auch von deinen Lebensumständen ab.

Medikamente bei Asthma

Zur Behandlung von Asthma gibt es zwei Arten von Medikamenten. Zum einen jene, die du während eines akuten Asthmaanfalls einnimmst. Dabei handelt es sich um sogenannte Beta-2-Sympathomimetika (kurz: SABA). Sie erweitern deine Bronchien und lindern die Luftnot.

Zum anderen gibt es Medikamente, die du dauerhaft einnehmen musst. In der Regel sind das sogenannte Corticosteroide, die du inhalierst. Die Medikamente hemmen entzündliche Reaktionen und allergische Reaktionen in deinen Bronchien. Die Schleimhäute in deinen Bronchien schwellen ab und die Schleimproduktion lässt nach. Dadurch kommt es seltener zu einem Asthmaanfall.

Bei einigen Betroffenen sind die Beschwerden so stark, dass Corticosteroide alleine nicht ausreichen. Dann kommen zusätzliche Medikamente zum Einsatz, sogenannte LABA „Long-acting beta-agonists“. Sie weiten deine Atemwege.

Besonderheit bei allergischem Asthma

Beim allergischen Asthma kann zudem eine spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, infrage kommen. Sie hilft dir dabei, dich langsam an die eigentlich harmlosen Allergene zu gewöhnen. 

Wie das gelingt? Du nimmst regelmäßig über eine gewisse Zeit die Allergene in Form von flüssigen Lösungen oder Tabletten ein. Alternativ bekommst du sie gespritzt. Mit der Zeit tritt eine Art Gewöhnungseffekt ein. Das bedeutet, dass du weniger stark auf das Allergen reagierst, wenn du damit in Kontakt kommst.

Weitere Maßnahmen: Rauchentwöhnung, Sport und Co.

Asthma-Medikamente bilden die Basis deiner Therapie. Sie alleine reichen für die Behandlung aber nicht aus. Du selbst hast es mit der in der Hand, wie stark das Asthma deinen Alltag und deine Lebensqualität beeinflusst. 

Dir stehen verschiedene nicht-medikamentöse Maßnahme zur Verfügung, mit denen du das Asthma positiv beeinflussen kannst. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

Höre mit dem Rauchen auf:

Der Tabakrauch kann einen lebensbedrohlichen Asthmaanfall auslösen. Zudem fördert er die Entzündungen der Atemwege und schwächt dein Immunsystem. Höre daher sofort mit dem Rauchen auf.

Erlerne Atemtechniken:

Dazu zählen unter anderem Körperstellungen, die dir das Atmen erleichtern, wie der Kutschersitz. Setze dich auf die vordere Hälfte eines Stuhls und stütze deine Ellenbogen auf deinen Oberschenkeln ab. Neige deinen Kopf leicht nach vorne und runde deinen Runden. Diese Haltung entlastet deine Bronchien.

Eine Alternative zum Kutschersitz ist die sogenannte Lippenbremse. Spitze deine Lippen wie beim Pfeifen leicht. Dann atmest du durch die verengte Lippenöffnung langsam aus. Es bildet sich ein leichter Druck auf den Bronchien, wodurch sie sich weiten und du besser Luft bekommst. 

Diese und weitere Atemtechniken erlernst du in speziellen Schulungen.

Treibe regelmäßig Sport:

Ausdauersport verbessert deine Atemtiefe und hilft dir dabei, Schleim besser abzutransportieren. Wähle eine Sportart, die du langsam beginnen kannst, etwa Schwimmen, Radfahren oder Walken. So gewöhnst du dich an die Anstrengung und kannst die Belastung nach und nach steigern. Mit Krafttraining stärkst du zudem deine Atemmuskulatur.

Vermeide Auslöser:

Finde heraus, was den Asthmaanfall auslöst und meide diese Trigger so gut es geht.

Gehe zur Atemphysiotherapie:

Bei der Atemphysiotherapie bekommst du Dehnübungen, gymnastische Atemübungen, Inhalationstechniken und Möglichkeiten zur Atementspannung gezeigt. Mit den Maßnahmen unterstützt du deine Bronchien bei der Arbeit und linderst Beschwerden. Atemphysiotherapie verschreibt dir deine Ärztin oder dein Arzt.

Sorge für ein gutes Raumklima:

Schimmel und eine hohe Luftfeuchtigkeit können deine Asthma-Beschwerden verstärken. Achte auf ein gutes Raumklima.

Besonderheit: Asthma-Aktionsplan

Erstelle gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt einen Asthma-Aktionsplan. Er hilft dir, bei einem akuten Asthmaanfall schnell zu handeln. Dieser beinhaltet in der Regel folgende Schritte:

  1. Ruhe bewahren.
  2. Schätze die Schwere des Anfalls ab.
  3. Inhaliere, gehe in eine Körperhaltung, in der du besser Luft bekommst und führe die Lippenbremse durch.
  4. Überprüfe die Wirksamkeit der Maßnahmen.
  5. Wenn sie unwirksam sind, wiederhole die Inhalation.
  6. Wenn auch das nicht hilft, wähle den Notruf.

Vitamin D-Spiegel bestimmen lassen

Du leidest unter häufigen Asthmaanfällen und nimmst zur Behandlung Corticosteroide ein? Dann ist es ratsam, deinen Vitamin D3-Spiegel bestimmen zu lassen. Ist er zu niedrig, gleiche ihn aus. Bei Werten unter 30 Nanogramm Vitamin D3 pro Milliliter Blut liegt laut Robert Koch-Institut ein Mangel vor. 

Studien4 weisen darauf hin, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D3 bei Asthmatikerinnen und Asthmatikern einen präventiven Effekt auf Asthmaanfälle haben könnte. 

Corona und Asthma

Asthma ist eine Atemwegserkrankung – genauso wie Covid-19. Einige Asthmatikerinnen und Asthmatiker machen sich daher Sorgen, dass sie besonders anfällig für eine Infektion mit dem Coronavirus sind. Laut aktuellem Stand der Wissenschaft5 scheint das aber nicht der Fall zu sein. 

Wichtig ist jedoch, dass du deine Medikamente weiterhin einnimmst. Machst du das nicht und erkrankst du an Covid-19, können die Beschwerden noch stärker ausfallen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO)6 empfiehlt zudem allen Menschen mit Asthma, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das gilt auch für die Auffrischungsimpfungen.

6. Vier Tipps, wie du Asthma-Beschwerden natürlich linderst

Der ständige Reizhusten raubt dir nachts den Schlaf, auch tagsüber begleitet er dich immer wieder. Und dann diese ständig verschleimten Bronchien! Du fragst dich, wie du diese Asthma-Beschwerden neben der medikamentösen Behandlung zusätzlich natürlich lindern kannst? Wir haben ein paar Tipps für dich.

Tipp 1: Trinke ausreichend

Um den Schleim in den Bronchien zu lösen, ist es wichtig, dass du ausreichend trinkst. Eine gute Orientierung bietet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. Nimm demnach rund 1,5 Liter Wasser oder kalorienarme Getränke zu dir.

Dazu zählen beispielsweise ungesüßte Tees mit Salbei und Thymian. Die beiden Heilpflanzen lindern den Reizhusten, wirken schleimlösend und entspannen deine Bronchialmuskulatur.

Tipp 2: Inhaliere mit Sole

Das Inhalieren einer Salzlösung löst festsitzenden Schleim in den Bronchien und wirkt antientzündlich. Zudem fördert es die Durchblutung der Schleimhäute in den Bronchien und befeuchtet die Flimmerhärchen in deinen Atemwegen. Dadurch erhöhst du die Abwehrkräfte deiner Schleimhäute gegenüber Erregern.

>Tipp 3: Ernähre dich gesund und ausgewogen

Starkes Übergewicht verschlimmert Asthma-Beschwerden. Das liegt zum einen daran, dass durch das höhere Körpergewicht mehr Druck auf dem Lungengewebe lastet.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler7 aus Australien, Neuseeland und Kanada fanden zudem heraus, dass sich das überschüssige Fett in den Wänden der Bronchien ablagert. Es kommt zu einer Verengung der Atemwege und Entzündungen in der Lunge.

Auch ein hoher Konsum von Fleisch und Wurstwaren (mindestens viermal pro Woche) verschlechtert Asthma. So das Ergebnis einer großangelegten Studie8 aus Frankreich.

Was bedeutet das für dich? Ernähre dich gesund und ausgewogen und achte auf dein Körpergewicht. Bevorzuge frische, unverarbeitete Lebensmittel und iss Fleisch und Fleischerzeugnisse in Maßen.

Tipp 4: Fördere deine Darmgesundheit

Wusstest du, dass der mit Abstand größte Teil der Immunabwehr im und an deinem Darm sitzt? Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse bildet die Basis für einen gesunden Darm. Auch probiotische Lebensmittel sind förderlich, wie Joghurt und Sauerkraft. Unsere VitaMoment Darmkur reduziert zusätzlich schlechte Bakterien, die darmschädigende Reizstoffe produzieren.

Fazit

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der deine Atemwege dauerhaft entzündet sind. Atemnot, Reizhusten und rasselnde Geräusche beim Luft holen sind typische Symptome. Sie verstärken sich, wenn du mit bestimmten Reizen in Kontakt kommst. Dann ist die Rede von einem Asthmaanfall. 

Asthma ist nicht heilbar. Mit der richtigen Therapie kannst du jedoch weitestgehend beschwerdefrei durchs Leben gehen und Asthmaanfälle reduzieren.. Die Basis bilden Medikamente. Einige musst du dauerhaft einnehmen, andere nur bei einem Asthmaanfall.

Wichtig ist zudem, dass du selbst aktiv wirst. Es gibt viele Maßnahmen, mit denen du Asthma positiv beeinflussen und Symptome natürlich lindern kannst. Schenke darüber hinaus deinem Immunsystem besondere Aufmerksamkeit. Fängst du dir eine Erkältung ein, verstärken sich die Asthmaanfälle in ihrer Intensität und Häufigkeit. Zudem begünstigen sich die beiden Erkrankungen gegenseitig. Unser Immun-Komplex hilft dir dabei, deine Abwehrkräfte gezielt zu stärken.

Du siehst: Dein Verhalten beeinflusst in großem Maße, wie sich Asthma auf dein Leben und Wohlbefinden auswirkt. Je früher du mit der Therapie startest und je konsequenter du sie einhältst, desto weniger schränkt dich dein Asthma im Alltag ein.

  • 1
    Asthma
  • 2
    Rhinovirus-induced IL-25 in asthma exacerbation drives type 2 immunity and allergic pulmonary inflammation
  • 3
    Asthma - Diagnostik und Monitoring
  • 4
    Nationale Versorgungsleitlinie Asthma
  • 5
    Asthma - Coronavirus: Worauf achten bei Asthma?
  • 6
    Epidemiologisches Bulletin
  • 7
    Fatty Airways: Implications for Obstructive Disease
  • 8
    Cured meat intake is associated with worsening asthma symptoms

Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich für den Informationsgebrauch und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen nicht als Aufforderung einer bestimmten (Nicht-) Behandlung einer Krankheit verstanden werden.

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