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Darmgesundheit

Sodbrennen: Ursachen und Behandlung

Geschrieben von VitaMoment Team
Aktualisiert am

Sodbrennen ist ein schmerzhaft brennendes Gefühl in der Brust oder im Rachen.

Es tritt auf, wenn sich Magensäure in die Speiseröhre zurückzieht.

Die Behandlung von Sodbrennen ist wichtig, da es mit der Zeit die Speiseröhre schädigen kann.

Was ist Sodbrennen?

Sodbrennen gehört zu den sogenannten Refluxkrankheiten. Übliche Symptome sind ein Brennen in der Speiseröhre oder hinter dem Brustbein. 

Da die Speiseröhre dicht am Herzen liegt, sind Betroffene auch schon mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus gelandet.

Meistens sind die Beschwerden chronisch und bestehen schon über Jahre. Folgende Begleiterscheinungen weisen auf die Refluxkrankheit hin:

  • Aufstoßen
  • Magendruck
  • Völlegefühl
  • morgendlicher Husten
  • Heiserkeit aufgrund von Schleimbildung
  • Schluckbeschwerden
  • Luftschlucken
  • schlechter Geschmack im Mund

Gelegentlich tritt auch das Gefühl auf, keine Luft zu bekommen. Besonders stark treten die Symptome nach dem Essen, beim Liegen, Bücken oder bei körperlicher Belastung auf.

Wie kommt es dazu?

Die salzsäurehaltigen Magensäfte mit einem pH-Wert zwischen 1 und 4 dienen im Magen dazu, die verzehrte Nahrung zu zersetzen und auf die Weiterverarbeitung im Darm vorzubereiten. Die Magenschleimhaut schützt den Magen vor dieser Säure.

Ein Schließmuskel am oberen Ende des Magens sorgt grundsätzlich dazu, dass der Speisebrei im Magen bleibt und nicht in Verbindung mit der Magensäure in die Speiseröhre gelangt.

Wird der Magenschließmuskel jedoch überwunden, greift die Magensäure die Speiseröhre an und verursacht das typische Brennen. Geschieht dies häufiger, wird die Speiseröhre geschädigt und eine Speiseröhrenentzündung (Ösophangitis) kann entstehen.

Diese führt unbehandelt zu Vernarbungen und sogar Geschwüren. Beim sogenannten Barrett-Syndrom kann sich sogar eine Vorstufe zum Krebs entwickeln.

Typische Auslöser von Sodbrennen sind:

  • Besonders üppige Speisen
  • Zuckerhaltige Speisen
  • Fettige Speisen
  • Saure Speisen
  • Stark verarbeitete Mahlzeiten
  • Speisen mit vielen künstlichen Zusatzstoffen
  • Viel Alkohol
  • Viel Koffein

Der Magen hat Schwierigkeiten bei der Verdauung dieser Inhaltsstoffe und reagiert daher mit der verstärkten Produktion von Magensäure. Außerdem braucht der Magen auch mehr Zeit, um diese Speisen zu verarbeiten. Nikotin, bestimmte Medikamente oder auch Hormone und Stress können die Spannung des oberen Schließmuskels des Magens mindern.

Was kann man gegen Sodbrennen machen?

Besteht durch ärztliche Untersuchung Verdacht auf die Refluxkrankheit, wird eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen veranlasst. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten steht bei der Behandlung an erster Stelle.

Empfohlene Ernährung bei Sodbrennen:

  • 4-5 kleine Mahlzeiten
  • mindestens 2,5-3 Liter stilles Wasser oder Kräutertee trinken
  • viel Eiweiß aus hellem Fleisch und Fisch, sowie Eier
  • Nüsse und Hülsenfrüchte
  • viel Gemüse
  • säurearmes Obst in Maßen
  • möglichst unbehandelte Lebensmittel
  • Verzicht auf stark zuckerhaltige, fettige und stark verarbeitete Fertigprodukte
  • Bewegung, insbesondere nach dem Essen

Hat die Schleimhaut schon entzündliche Veränderungen erlitten, können Medikamente den Säureanteil verringern oder hemmen. Natürlich verursachen diese Medikamente auch eine Anzahl an Nebenwirkungen und sind nur als vorübergehende Abhilfe geeignet. 

Um langfristig beschwerdefrei leben zu können, ist eine ausgeglichene und gesunde Ernährung, sowie Bewegung und Stressminderung unumgänglich.