Sodbrennen: Ursachen und natürliche Behandlungstipps

Sodbrennen: Ursachen und natürliche Behandlungstipps

Während du isst, verspürst du plötzlich einen brennenden Schmerz in der Speiseröhrengegend. Weiter essen? Keine Option! Die Schmerzen hinter deinem Brustbein und das ständige saure Aufstoßen sind ziemlich schmerzhaft und unangenehm.

Viele Menschen leiden unter Verdauungskrankheiten wie Verstopfungen, Durchfall und Sodbrennen. Wenn du dich besonders ballaststoffarm ernährst und wenig bewegst, kann das mitunter der Grund für deine Beschwerden sein.

Um diese Beschwerden zu verhindern bzw. zu reduzieren, kannst du selber bereits erheblich dazu beitragen. Durch diese Veränderungen wirst du dich allgemeiner wohler und fitter fühlen.

In diesem Artikel wird es um Sodbrennen gehen – die Tipps werden dir jedoch grundsätzlich helfen, damit du dich insgesamt gesünder und wohler fühlst.

Du erfährst in diesem Beitrag:

  • welche Ursachen hinter deinen Beschwerden stehen
  • welche Symptome bei Sodbrennen auftreten können
  • welche Lebensmittel du lieber vermeiden solltest
  • welche Lebensmittel sich besonders gut eignen
  • welche Hausmittel gegen Sodbrennen verwendet werden können
  • weitere Tipps, mit denen du deine Heilung fördern kannst

1. Was sind die Ursachen bei Sodbrennen?

Sodbrennen wird durch einen Rückfluss, auch Reflux genannt, vom Mageninhalt und Magensäure in die Speiseröhre verursacht. Dies liegt an einer Schwäche bzw. Funktionsstörung des Schließmuskels am Mageneingang.

Ernährst du dich besonders fettig, nimmst große Mahlzeiten zu dir und hast dazu noch wenig Bewegung, kann es zu Sodbrennen und damit zu dauerhaften Entzündungen und Schmerzen kommen. 

Die tägliche Ernährung spielt sehr häufig eine große Rolle. Der Magen produziert übermäßig Säure, um auf schwer verträgliche Lebensmittel zu reagieren, was dann wiederum zu Beschwerden führt. Extrem fettige Speisen, zuckerhaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten, Weizenprodukte, scharfe Gewürze, Kohlensäure, aber auch Alkohol und Nikotin können Sodbrennen verursachen.

Stress und Sorgen sind ein sehr gängiger Auslöser für starkes Sodbrennen. Die Medizin lautet hier: Entspannungsphasen zulassen!

Eine Schwangerschaft kann bei manchen Frauen, besonders in den letzten Monaten vor der Geburt, zu vermehrten Sodbrennen führen. Das kann einerseits mit der Lage des Kindes im Bauchraum zusammenhängen, aber auch durch den veränderten Hormonstatus beeinflusst werden.

Starkes Übergewicht und der damit verbundene Druck im Bauchraum kann ebenfalls auf den Schließmuskel wirken und dazu führen, dass der Mageninhalt und die entsprechende Säure in die Speiseröhre aufsteigt. Meist liegt die Ursache der Beschwerden jedoch eher in den Ernährungsgewohnheiten und nicht im Übergewicht. Entsprechend sollte also die tägliche Ernährung überprüft werden.

Wichtig: Wie oben bereits beschrieben, können dem Sodbrennen zahlreiche Ursachen zu Grunde liegen, beispielsweise anatomische Fehlbildungen, physiologische Störungen oder Allergien. Grundsätzlich sollte unbedingt ein Mediziner zur Analyse der Ursache aufgesucht werden. Mithilfe einer Endoskopie und vereinzelter Tests kann sich der Arzt zügig ein Bild verschaffen.

2. Welche Symptome treten bei Sodbrennen auf?

Sodbrennen zeichnet sich insbesondere durch ein saures und brennendes Aufstoßen und damit verbundene Schmerzen hinter dem Brustbein aus. Der Rückfluss des Mageninhalts und der Magensäure in die Speiseröhre kann dann dort Entzündungen und Schmerzen hervorrufen. 

Ebenfalls kann ein unklarer, chronischer Husten ein Symptom einer Refluxerkrankung sein.

Bei dauerhaftem und unbehandelten Sodbrennen kann es zur Zerstörung der Schleimhaut der Speiseröhre und des Magens kommen. Dies hat zur Folge, dass Vernarbungen und Folgeerkrankungen entstehen können. Eine Magenspiegelung ist an dieser Stelle für eine Abklärung ratsam.

3. Welche Lebensmittel solltest du besser bei Sodbrennen vermeiden?

Es ist empfehlenswert eine Zeit lang auf einige Lebensmittel zu verzichten. Dies gilt vor allem für zuckerhaltige, fettige und stark verarbeitete Fertigprodukte. 

Außerdem ist es ratsam, folgende Lebens- und Genussmittel wegzulassen:

  • Zigaretten
  • fettiges und frittiertes Essen
  • Alkohol
  • Kaffee
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • Fruchtsäfte
  • Pfefferminze
  • scharfe Speisen 
  • scharfe Gewürze
  • Schokolade
  • Schwarztee
  • Tomaten
  • Zitrusfrüchte
  • Milch

Wenn du auf deinen Kaffee nicht verzichten kannst, probier doch mal Lupinenkaffee aus. Lupinenkaffee enthält keine reizenden Säuren und wird schonend geröstet.

Hingegen vieler Ratschläge, dass Milch neutralisierend auf die Magensäure wirkt und damit gegen Sodbrennen helfen soll, ist tatsächlich eine anschließende verstärkte Säureausschüttung der Fall. Hier scheiden sich jedoch die Geister. Probiere am besten für dich aus, was dir guttut und wenn du eine Reizung spürst, lass die Milch ebenfalls eine Zeit lang weg.

4. Welche Lebensmittel eignen sich besonders gut bei Sodbrennen?

Achte darauf, dass du möglichst unbehandelte Lebensmittel zu dir nimmst, also frische und natürliche Lebensmittel, die möglichst unverarbeitet und ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker sind. Außerdem sind kleinere, dafür häufigere Mahlzeiten schonender für deinen Magen. Teile daher dein Essen lieber auf 4 - 5 kleine Mahlzeiten auf. Außerdem ist es wichtig und förderlich viel zu trinken, trinke unbedingt mindestens 2,5 - 3 Liter stilles Wasser (Kohlensäure reizt deinen Magen und Speiseröhre) oder beruhigende Kräutertees. 

Lebensmittel, die du zu dir nehmen kannst, sind zum Beispiel:

  • viel Eiweiß aus hellem Fleisch, Fisch und Eiern
  • viel Gemüse, insbesondere antioxidantienreiche Lebensmittel wie Brokkoli und Spinat
  • stärkehaltige Lebensmittel wie trockenes Brot, Knäckebrot, Zwieback, Bananen oder auch Kartoffeln
  • Vollkornprodukte 
  • Nüsse 
  • Hülsenfrüchte
  • säurearmes Obst in Maßen wie beispielsweise Heidelbeeren

5. Welche weiteren Hausmittel gegen Sodbrennen gibt es?

Leinsamen: Im Inneren der Leinsamen sitzen Schleimstoffe, die im Magen aufquellen und sich wie ein schützender Film auf die Schleimhaut des Magens und der Speiseröhre legen. 

Weiche am besten einen Esslöffel grob geschrotete Goldleinsamen in warmem Wasser ein, lasse den Aufguss eine Stunde oder über Nacht quellen und trinke oder löffle dann diesen Leinsamen-Schleim.

Haferflocken: Nimm einen Esslöffel Haferflocken und kaue diese, bis sie breiig sind und schlucke diese dann langsam hinunter. Dadurch kann Magensäure gebunden werden.

Mandeln: Genau wie bei den Haferflocken, funktioniert dies auch gut mit Mandeln. Nimm hierfür etwa fünf Mandeln und kaue diese, bis sie breiig sind und schlucke diese dann langsam hinunter. 

Kaugummi: Ein eher ungewöhnliches Mittel, jedoch kann Kaugummi kauen und die dadurch angeregte Produktion von Speichel tatsächlich dazu beitragen, dass dieser basische Speichel in kleinen Mengen Magensäure in der Speiseröhre neutralisiert.

Natron: Du kannst normales Backnatron in einem Glas stilles Wasser auflösen und dieses langsam in kleinen Schlucken trinken. Natron ist ebenfalls basisch. Es kann die Magensäure neutralisieren und dem Sodbrennen entgegenwirken. Dies solltest du allerdings nicht regelmäßig verwenden, da der Körper überschüssiges Natron nicht einfach wieder ausscheiden kann und dadurch der ph-Wert des Körpers durcheinandergebracht werden kann.

6. Welche weiteren Tipps gibt es, um die Beschwerden zu lindern?

Vermeide Stress: Reduziere deinen Stress im Beruf und Alltag und greife auf Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen zurück. 

Übergewicht abbauen: Für deine allgemeine Gesundheit und für dein Wohlbefinden ist es unbedingt ratsam auf gesunde Ernährung zu achten und überschüssige Kilos loszuwerden.

Keine enge Kleidung tragen: Zu enge Kleidung kann auf den Magen drücken, wodurch ebenfalls Magensäure aufsteigen kann.

Langsam essen: Nimm dir viel Zeit zum Essen und achte darauf, dass du nicht hastig isst, sondern dein Essen gut kaust und in kleinen Portionen schluckst. Das belastet deinen Magen weniger und du merkst schneller, wann du satt bist.

Üppiges Abendessen vermeiden: Esse wenige Stunden vor dem Schlafengehen nur leichte Kost.

Mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen: Wenn du vor allem nachts unter Sodbrennen leidest, kann es helfen, den Oberkörper mithilfe von Kissen erhöht abzulegen.

Sodbrennen-Tagebuch schreiben: Halte detailliert fest, welche Speisen und Getränke du zu dir genommen hast, wie dein Körper darauf reagiert hat und notiere den Schweregrad deiner Beschwerden.

Basenpulver einnehmen: Mische dir etwas Basenpulver in Wasser und trinke dieses in kleinen Schlucken. Basenpulver sorgt dafür den Säure-Basen-Haushalt wiederherzustellen, in dem die Säure neutralisiert wird. Wichtig ist grundsätzlich, die Ursache der Beschwerden zu beseitigen und nicht nur die Symptome zu unterdrücken.

Vitamine und Spurenelemente: Nimm weitere Mineralstoffe und Vitamine zu dir, die den Säuregrad im Magen senken und das Sodbrennen mildern können. Besonders eignen sich hierfür Vitamin B, Vitamin C, Zink und Selen

Eiweiß: Eine eiweißreiche Ernährung ist sehr ratsam bei Sodbrennen. Unterstützen kann dich hierbei auch Proteinpulver. Wenn du den Eindruck hast, dass du das normale Proteinpulver nicht verträgst, probiere doch mal das vegane Proteinpulver aus.

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Fazit

Du kannst also deine Beschwerden selber reduzieren. Vermeide dazu einige Lebens- und Genussmittel, genauso wie Stress und zu schnelles Essen und wende dafür aber gezielt bestimmte Lebensmittel und Tipps an. Es ist sehr wichtig, dass dein gesamtes Verdauungssystem gesund ist.

In unserem ganzheitlichen Coaching-Programm, der VitaMoment 3-Phasen Darmkur, unterstützen wir dich mit einer antientzündlichen Ernährung, um deinen Darm zu reinigen und die Darmflora wieder aufzubauen. Probiere es aus und du wirst sehen, dass du dich bald wohler fühlen wirst!

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    Uli P. Burgerstein, Hugo Schurgast, Michael B. Zimmermann: Handbuch Nährstoffe

Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich für den Informationsgebrauch und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen nicht als Aufforderung einer bestimmten (Nicht-) Behandlung einer Krankheit verstanden werden.

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